Bei einem Schlag gegen internationale Cyberkriminalität haben Ermittler drei der weltweit gefährlichsten Schadprogramme vom Netz genommen. Bei der international abgestimmten Aktion wurden rund 15.000 Internetseiten, mehr als 300 Server und über 140 Domains unschädlich gemacht, wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Mittwoch mitteilten. Ziel waren die Schadprogramme SocGholish, StealC und Amadey, mit denen Cyberkriminelle weltweit Computersysteme infizierten.
Der Fokus der international abgestimmten Aktion lag demnach auf der dauerhaften Zerschlagung der jeweiligen technischen Infrastrukturen. Die Ermittler beschlagnahmten nach eigenen Angaben rund 27 Millionen Zugangsdaten von mehr als 385.000 Betroffenen, die Opfer der Schadprogramme geworden waren. Betroffene sollen nun über öffentlich zugängliche Plattformen prüfen können, ob sich ihre Zugangsdaten unter den Datensätzen befinden.
Darüber hinaus spürten die Ermittler Kryptowährungen im Wert von mehr als 47 Millionen US-Dollar auf, die mutmaßlich aus Straftaten stammen. Die Ermittlungen laufen in Deutschland unter anderem wegen banden- und gewerbsmäßiger Erpressung.
Die Aktion lief bereits in der vergangenen Woche. Den Angaben zufolge war sie Teil der internationalen Operation Endgame, mit der Strafverfolger seit Jahren gegen die technische Infrastruktur von Cyberkriminellen vorgehen.Â
An der Aktion beteiligten sich Behörden aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Großbritannien, den USA und Kanada. Unterstützt wurden sie unter anderem von den europäischen Ermittlungsbehörden Europol und Eurojust sowie dem US-Technologiekonzern Microsoft.
Brennpunkte
Schlag gegen Cyberkriminelle: Ermittler nehmen drei Schadprogramme vom Netz
- AFP - 24. Juni 2026, 15:19 Uhr
Bei einem Schlag gegen internationale Cyberkriminalität haben Ermittler drei der weltweit gefährlichsten Schadprogramme vom Netz genommen. Dies teilten das Bundeskriminalamt in Wiesbaden und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit.
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