Gesundheit

Kongo-Rückkehrer: Frankreich meldet ersten Ebola-Fall

  • AFP - 24. Juni 2026, 11:53 Uhr
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Krankenhaus in Frankreich
Bild: AFP

Frankreich hat einen ersten Fall von Ebola gemeldet. Dabei handle es sich um einen Arzt, der aus der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt sei, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Frankreich hat einen ersten Fall von Ebola gemeldet. Dabei handele es sich um einen Arzt, der aus der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt sei, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Der Ort, an dem sich der Patient aufhält, wurde zunächst nicht bekannt. Es handle sich um Festland-Frankreich, erklärte das Ministerium.

Der Betroffene sei isoliert worden, erklärte das Ministerium. Mögliche Kontaktfälle würden derzeit identifiziert. Sie sollen drei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringen. 

Es ist der erste Ebola-Fall außerhalb des afrikanischen Kontinents seit Beginn der jüngsten Epidemie. Das Ansteckungsrisiko wird für die europäische Bevölkerung als gering eingestuft. Im Mai war ein mit Ebola infizierter US-Arzt aus der Demokratischen Republik Kongo in die Berliner Charité gebracht worden. Nach gut zweiwöchiger Behandlung in einer Sonderisolierstation wurde er Anfang Juni gesund entlassen.

In der Demokratischen Republik Kongo überschritt die Zahl der bestätigten Ebola-Infektionen offiziellen Angaben vor wenigen Tagen die 1000er-Marke. Mehr als 250 Menschen kamen ums Leben. Fast alle Infektionen und Todesfälle traten in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes auf, die Schauplatz bewaffneter Konflikte ist. Die Isolierung von Infizierten und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen gestaltet sich nach wie vor schwierig.

Zu Beginn der Epidemie waren die örtlichen Krankenhäuser schnell überlastet. Die anschließend mit Teams der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und mehrerer NGOs eingerichteten Ebola-Behandlungszentren sind zu 80 Prozent ausgelastet. Das Virus breitete sich auch auf das Nachbarland Uganda aus, wo die Weltgesundheitsorganisation 20 Infektionen und zwei Todesfälle verzeichnet hat. 

Der jüngste Ebola-Ausbruch war erstmals am 15. Mai gemeldet worden. Er wurde von der seltenen Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht, gegen die es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Ebola verläuft oftmals tödlich, die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten.

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