Finanzen

Maschmeyer kritisiert SpaceX-Börsengang scharf

  • dts - 11. Juni 2026, 18:03 Uhr
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Starlink-Einheit (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Investor Carsten Maschmeyer steht dem Börsengang von SpaceX kritisch gegenüber. "Ich glaube, hier ist die Vision zu einer Illusion geworden. Für mich fast zu einer Halluzination", sagte er den Sendern RTL und ntv.

SpaceX sei seiner Ansicht nach stark von Elon Musk abhängig, dessen Verhalten nicht kalkulierbar sei. "X: Viel Geld verloren. Die KI-Bude ist absolut hinter der Konkurrenz hinterher. SpaceX verdient kein Geld, nur Starlink. Und dieser Gemischtwarenladen ist unberechenbar", so Maschmeyer.

Außerdem hält Maschmeyer die Bewertung der Aktie für völlig überzogen. SpaceX strebe eine Bewertung von rund 1,75 Billionen Dollar an und würde damit den bislang größten Börsengang der Geschichte hinlegen. Musk dürfte dadurch zum ersten Billionär der Welt werden. Sein größtes Motiv sei dabei aber nicht das Geld, sondern Macht, sagte Maschmeyer. "Weltherrschaft hat er auf gewisse Weise als reichster Mensch der Welt schon. Jetzt will er auch noch das All erobern. Er will die Allmacht haben", sagte der Investor.

"Wenn ein Großkonzern von einer Person abhängig ist, ist das ein großes Risiko. Hier ein Multi-Giganten-Großkonzern von einer Person abhängig, der polarisierende Ausflüge in die Politik macht, der x Rechtsstreitigkeiten hat, der kennt nicht Freund, der kennt nicht Feind", so Maschmeyer.

Dennoch könnten sich Gründer etwas von Musk abschauen. "Think big, mache eine große Geschichte, hole die besten Talente." Musk "holt die besten Techniker, Wissenschaftler, Forscher der Welt zusammen und gibt ihnen unbegrenzte Möglichkeiten", so Maschmeyer. "Und gerade in Europa sind die Gründer sehr scheu mit der Geldaufnahme."

Maschmeyer geht davon aus, dass die Aktie vorerst steigen wird. Aber im Herbst, wenn die Sperrfrist ablaufe, in der Altaktionäre ihre Anteile nur eingeschränkt verkaufen dürfen, "wird die Aktie unter dem Emissionspreis liegen", so Maschmeyer. "Wenn ich zu viel Story erzähle, zu viel verspreche, was ich nicht halten kann, dann werden viele Anleger enttäuscht sein. Und das werden wir hier auch erleben."

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