Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre überraschende Kandidatur um den FDP-Vorsitz am vergangenen Wochenende mit der Sorge vor Austritten von Parteimitgliedern begründet. "Da drohte ein regelrechtes Erdbeben an Austritten", sagte Strack-Zimmermann dem "Handelsblatt" vom Mittwoch. Viele Mitglieder seien enttäuscht gewesen, dass nur 14 Tage vor dem Parteitag Henning Höne seine Kandidatur gegen Wolfgang Kubicki zurückgezogen hatte.
Danach hätten sie sehr viele Menschen angeschrieben. "Deshalb habe ich mich sehr kurzfristig entschlossen zu kandidieren", sagte die Politikerin. Viele Liberale hätten das Gefühl gehabt, "dass wichtige Fragen nicht mehr diskutiert werden". Ihr sei es mit der Kandidatur darum gegangen, "die progressiven Kräfte in der FDP nicht zu verlieren".
Zwischen ihr und Kubicki hätten am Ende nur 131 Stimmen gelegen. "Das ist nicht die Welt. Aber darum geht es nicht." Strack-Zimmermann erwartet nach eigenen Worten nun eine konstruktive Zusammenarbeit mit Kubicki. "Wir sind erfahren genug und am Erfolg der FDP interessiert, um jetzt zusammen nach vorn zu schauen. Wir sprechen unterschiedliche Menschen an und wollen das nutzen, schließlich haben wir sechs wichtige Landtagswahlen vor uns." Da erwarte die Partei zu Recht, dass sie beide nun zusammenarbeiten.
Politik
Strack-Zimmermann wollte mit FDP-Kandidatur "Erdbeben an Austritten" verhindern
- AFP - 3. Juni 2026, 08:52 Uhr
Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre überraschende Kandidatur um den FDP-Vorsitz am vergangenen Wochenende mit der Sorge vor Austritten von Parteimitgliedern begründet. 'Da drohte ein regelrechtes Erdbeben an Austritten'.
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