Technologie

Teures Roaming auf Fernreisen: Vergleichsportal sieht erste Verbesserungen

  • AFP - 22. Mai 2026, 06:02 Uhr
Bild vergrößern: Teures Roaming auf Fernreisen: Vergleichsportal sieht erste Verbesserungen
Mann mit Smartphone
Bild: AFP

Ob beim Telefonieren oder Surfen - auf Fernreisen drohen Mobilfunkkunden teure Überraschungen. Zuletzt gab es hier dem Vergleichsportal Verivox zufolge jedoch erste Verbesserungen.

Ob Telefonieren oder Surfen im Internet: Im Urlaub gelten für Mobilfunkkunden innerhalb der EU dieselben Bedingungen wie Zuhause - bei Fernreisen allerdings können böse Überraschungen lauern. Hier seien die Tarifpreise oft "absurd" hoch, erklärte das Vergleichsportal Verivox am Freitag. Zuletzt habe es jedoch Bewegung gegeben - ein "erster Schritt für kostengünstiges Roaming auf Fernreisen".

Grund dafür ist laut Vergleichsportal, dass die Deutsche Telekom zu ihren Tarifen seit kurzem ein weltweites, kostenloses Datenbudget anbietet. Je nach Tarif sind demnach zwischen zwei und 50 Gigabyte (GB) Datenvolumen pro Kalenderjahr enthalten - für 148 Länder und Regionen weltweit, darunter populäre Reiseziele wie Australien, Ägypten, die Dominikanische Republik oder Thailand.

"Der Schritt der Telekom ist lobenswert, aber auch überfällig", erklärte Verivox-Telekommunikationsexperte Jörg Schamberg. "Seit neun Jahren gilt das freie EU-Roaming, weitere Schritte für andere Länder gab es jedoch nur punktuell", kritisierte er. "Aus Verbrauchersicht ist zu hoffen, dass andere Anbieter baldmöglichst nachziehen."

Grundsätzlich rät das Vergleichsportal Verbraucherinnen und Verbrauchern, ihre aktuellen Konditionen für das gewünschte Reiseland aufmerksam zu prüfen. "Je nach Zielland kann eine Abrechnung in sehr kleinen Schritten voreingestellt sein, mit Preisen von rechnerisch mehr als 1000 Euro je GB - bei Discountern können diese Kosten theoretisch mehr als 16.000 Euro pro GB betragen", warnte das Portal. Inzwischen greife jedoch nach Erreichen von knapp 60 Euro ein gesetzlicher Kostendeckel.

Wer häufiger Fernziele ansteuere, könne auch eine lokale Prepaidkarte kaufen, erläuterte Verivox. Wer nicht intensiv surfe, sich aber trotzdem absichern wolle, finde kleine Datenpakete auch bei manchen deutschen Anbietern (etwa 10,00 Euro je GB oder 15,00 Euro für 2 GB).

Weitere Meldungen

Telekom und SAP sollen für Behörden KI-Infrastruktur aufbauen

Die Unternehmen Telekom und SAP sollen für Bund, Länder und Kommunen eine gemeinsame KI-Infrastruktur aufbauen. Das Bundesdigitalministerium erteilte ihnen dafür den Zuschlag,

Mehr
Samsung-Beschäftigte sollen nach Streik-Absage hohe Bonuszahlungen bekommen

Die Beschäftigten des südkoreanischen Technologiekonzerns Samsung sollen nach der Absage eines von der Gewerkschaft angedrohten Streiks hohe Bonuszahlungen erhalten. Wie das

Mehr
Urteil: Plattformbetreiber muss Nutzerdaten bei Falschbehauptung herausgeben

Ein Plattformbetreiber ist zur Herausgabe von Nutzerdaten verpflichtet, wenn der Nutzer in einer Bewertung auf der Social-Media-Plattform über seinen Arbeitgeber wahrheitswidrige

Mehr

Top Meldungen

Sachsen-Anhalt kauft Intel-Grundstück zurück

Magdeburg (dts Nachrichtenagentur) - Das Land Sachsen-Anhalt hat Intel die Flächen bei Magdeburg abgekauft, die ursprünglich für die Ansiedlung des Halbleiterunternehmens

Mehr
Schwesig fordert Verlängerung des Tankrabatts

Schwerin (dts Nachrichtenagentur) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) fordert eine Verlängerung des zum 1. Juli auslaufenden Tankrabatts. "Der

Mehr
Infineon will keine neuen Fabriken bauen

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Die Zeit der milliardenteuren Neubauten bei Infineon endet. Der Chipkonzern werde auf absehbare Zeit keine weiteren Fabriken errichten,

Mehr