Gesundheit

Warken: Deutschland zu Unterstützung im Kampf gegen Ebola-Virus bereit

  • AFP - 18. Mai 2026, 09:03 Uhr
Bild vergrößern: Warken: Deutschland zu Unterstützung im Kampf gegen Ebola-Virus bereit
Warken Ende April im Bundeskanzleramt
Bild: AFP

Deutschland ist nach den Worten von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bereit, der Demokratischen Republik Kongo beim Kampf gegen das Ebola-Virus zu helfen. Auf eine entsprechende Anfrage sei Deutschland 'auf jeden Fall vorbereitet'.

Deutschland ist nach den Worten von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bereit, der Demokratischen Republik Kongo beim Kampf gegen das Ebola-Virus zu helfen. Zwar gebe es noch kein offizielles Ersuchen des Landes, "aber wir wären auf jeden Fall vorbereitet", sagte Warken am Montag dem Sender rbb. Das Robert-Koch-Institut stehe ebenso zur Hilfe bereit wie das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

"Dort könnten zum Beispiel mobile Labore gestellt werden, die dann vor Ort eingesetzt werden", sagte Warken. Das gelte ebenso für geschultes Personal, das "Unterstützung in der Kommunikation darüber, wie man sich vor Ansteckung schützen kann", leisten könne. "Wir stehen auf jeden Fall bereit", betonte die Ministerin. Sie äußerte die Erwartung, dass es in den nächsten Tagen ein Ersuchen um Unterstützung geben könnte.

In der Demokratischen Republik Kongo sind nach offiziellen Angaben bislang mindestens 88 Menschen an der Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus gestorben. Von dem Krankheitsausbruch betroffen ist auch das benachbarte Uganda. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Warnstufe.

Warken bezeichnete die Gefahr einer weltweiten Ebola-Pandemie am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin" als "nahezu ausgeschlossen". Die von der WHO ausgerufene internationale Gesundheitsnotlage diene vor allem dazu, die Behörden vor Ort zu unterstützen. Für Deutschland sieht die Ministerin derzeit keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. "Das Risiko für die deutsche Bevölkerung ist als äußerst gering einzuschätzen", betonte Warken,

Der Ebola-Ausbruch der Demokratischen Republik Kongo wird wie der Hantavirus-Ausbruch auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff die Debatten bei der Weltgesundheitsversammlung bestimmen. Das wichtigste Entscheidungsgremium der WHO kommt am Montag in Genf zu einer einwöchigen Sitzung zusammen, an der auch Warken teilnimmt. Am Sonntag traf sie in Genf bereits WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Weitere Meldungen

Hantavirus-Ausbruch: Kreuzfahrtschiff nach Evakuierung in Rotterdam erwartet

Das von einem Hantaviurs-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff "Hondius" wird am Montag in Rotterdam erwartet. In der niederländischen Hafenstadt werden die letzten 27 Menschen

Mehr
Ausbruch seltener Ebola-Variante im Kongo und in Uganda: WHO ruft Notlage aus

Nach dem Ausbruch einer seltenen Variante des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda mit schon mehr als 80 Todesopfern hat die Weltgesundheitsbehörde

Mehr
Ministerium: 80 Tote nach Ebola-Ausbruch in Demokratischer Republik Kongo

Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. 80 mutmaßlich mit der Bundibugyo-Variante des Virus infizierte Menschen

Mehr

Top Meldungen

Union will Beitragszahler bei Pflegereform nicht belasten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, hat sich gegen eine steigende Belastung der Beitragszahler durch die

Mehr
Deutlich mehr Baugenehmigungen für Wohnungen im März

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im März 2026 ist in Deutschland der Bau von 21.800 Wohnungen genehmigt worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte,

Mehr
Nach jahrelangem Anstieg: Fleischersatz-Produktion leicht gesunken

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Produktion von vegetarischen oder veganen Fleischalternativen in Deutschland ist im letzten Jahr leicht gesunken - nachdem sie in den

Mehr