Brennpunkte

Besuch Selenskyjs in Armenien zu Gipfeltreffen "empört" Russland

  • AFP - 7. Mai 2026, 21:11 Uhr
Bild vergrößern: Besuch Selenskyjs in Armenien zu Gipfeltreffen empört Russland
Wolodymyr Selenskyj
Bild: AFP

Moskau hat sich 'empört' darüber geäußert, dass das mit Russland verbündete Armenien Anfang der Woche bei einem Gipfeltreffen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen hat.

Moskau hat sich "empört" darüber geäußert, dass das mit Russland verbündete Armenien Anfang der Woche bei einem Gipfeltreffen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen hat. Es sei "kategorisch inakzeptabel", dass Armenien Selenskyj "bei den jüngsten von der EU geförderten Veranstaltungen eine Plattform geboten hat", erklärte das russische Außenministerium. Moskau sei in dieser Angelegenheit "zu Recht empört", hieß es weiter.

Russland bestellte als Reaktion den armenischen Gesandten ins Außenministerium ein. Moskau warnte die ehemalige Sowjetrepublik vor einer stärkeren Hinwendung zu Europa.

Eriwan hatte 2024 seine Mitgliedschaft im von Russland geführten Militärbündnis OVKS gekündigt, da Russland Armenien in seinem Konflikt mit Aserbaidschan nicht verteidigte. Es bekundete zudem Interesse an einem EU-Beitritt, was den Kreml zusätzlich verärgerte.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte am Donnerstag bei einer wöchentlichen Pressekonferenz mit Blick auf Selenskyj erklärt: "Die russische Gesellschaft hat mit tiefer Empörung und Fassungslosigkeit nicht nur miterlebt, sondern vor allem in Erinnerung behalten, dass Armenien, das wir als befreundetes, brüderliches Land betrachten, als Plattform gedient hat. Für wen? Für einen Terroristen." 

Seit Beginn ihrer Militäroperation im Februar 2022 haben russische Amtsträger den ukrainischen Staatschef regelmäßig beleidigt und die Ukraine immer wieder als "Terrorstaat" bezeichnet. Kiew wies die Äußerungen als Kriegspropaganda zurück.

Weitere Meldungen

Drei Tote bei Schusswaffenvorfall in jüdischem Viertel in Montréal - darunter Verdächtiger

Bei einem Schusswaffenvorfall in einem jüdischen Viertel der kanadischen Metropole Montréal sind am Montag drei Menschen getötet worden. Bei den Toten handele es sich um einen

Mehr
Sexualstrafrecht: Junge Union und Jusos offen für Ja-heißt-Ja-Modell

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Vorsitzenden der Jungen Union und der Jusos zeigen sich offen für eine Verschärfung des Sexualstrafrechts. Ein neues "Nur Ja heißt

Mehr
UN: Myanmars Armee tötet in sechs Monaten über 700 Zivilisten

Naypyidaw (dts Nachrichtenagentur) - Die Vereinten Nationen werfen dem Militär in Myanmar vor, innerhalb von sechs Monaten im vergangenen Jahr für den Tod von mehr als 700

Mehr

Top Meldungen

DFB schließt externe Investoren auf Verbandsebene aus

Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird sich auf Verbandsebene nicht für externe Investoren öffnen. "Externe Investoren wird es bei

Mehr
Datev: Umsatz im deutschen Mittelstand sinkt um 1,4 Prozent

Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Umsatz im deutschen Mittelstand ist im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent gesunken. Das zeigt der

Mehr
Unions-Gutachten hält Heizungsgesetz für verfassungskonform

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das umstrittene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist einem von der Unionsfraktion in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten zufolge

Mehr