Der mutmaßliche Attentäter bei einem Schusswaffenangriff in Montréal war einem Medienbericht zufolge Anhänger der frauenfeindlichen Incel-Bewegung. Der Schütze habe ein Incel-"Manifest" hinterlassen, berichtete am Montag der Rundfunksender Radio Canada. Die Polizei äußerte sich dagegen zunächst nicht zu möglichen Motiven oder Hintergründen. Bei dem Vorfall in einem jüdischen Viertel der kanadischen Metropole hatte der Täter zwei Menschen getötet - er wurde anschließend von der Polizei erschossen.
In der Incel-Bewegung - Abkürzung für "involuntarily celibate" - schließen sich heterosexuelle Männer zusammen, die nach eigenen Angaben unfreiwillig sexuell enthaltsam und deshalb frustriert sind - und ihren Frauenhass häufig mit Gewaltfantasien verknüpfen. Ein Anhänger dieser Bewegung hatte 2018 bei einem Angriff in Toronto elf Menschen getötet - überwiegend Frauen.
Der Schusswaffenangriff am Montag sorgte für Entsetzen in Kanada, wo derartige Gewalttaten äußerst selten sind. Dabei wurden nach Angaben der Polizei ein Einwohner und ein Polizist getötet. Der Täter sei von alarmierten Einsatzkräften erschossen worden. Bilder in den Onlinenetzwerken zeigten einen Verdächtigen in militärischer Kleidung mit einem Gewehr, der auf dem Boden liegt.
Brennpunkte
Bericht: Täter von Schusswaffenangriff in Montréal hing Incel-Bewegung an
- AFP - 23. Juni 2026, 01:52 Uhr
Der mutmaßliche Attentäter bei einem Schusswaffenangriff in Montréal war einem Medienbericht zufolge Anhänger der frauenfeindlichen Incel-Bewegung. Er erschoss zwei Menschen und wurde anschließend von Einsatzkräften getötet.
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