Politik

Trump warnt vor Scheitern der Iran-Gespräche und droht mit neuen Angriffen

  • AFP - 10. April 2026, 20:07 Uhr
Bild vergrößern: Trump warnt vor Scheitern der Iran-Gespräche und droht mit neuen Angriffen
Trump am Montag im Weißen Haus
Bild: AFP

Kurz vor den geplanten Friedensgesprächen zum Iran-Krieg in Pakistan hat US-Präsident Trump vor einem Scheitern gewarnt und mit neuen Angriffen auf die Islamische Republik gedroht. 'Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden'.

Kurz vor den geplanten Friedensgesprächen zum Iran-Krieg in Pakistan hat US-Präsident Donald Trump vor einem Scheitern gewarnt und mit neuen Angriffen auf die Islamische Republik gedroht. "Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden – sogar besser als das, was wir zuvor eingesetzt haben", sagte Trump in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der "New York Post".

"Wenn wir keinen Deal erreichen, werden wir sie einsetzen", sagte Trump mit Blick auf die von ihm erwähnten Waffen weiter. "Und wir werden sie in sehr wirkungsvoller Weise einsetzen." Trump sprach in dem Interview von einem "Neustart" des Militäreinsatzes. Zuvor hatte er in einer kurzen Mitteilung in seinem Onlinedienst Truth Social in Großbuchstaben geschrieben: "Der gewaltigste Neustart der Welt!".

In einer weiteren Botschaft auf Truth Social schrieb Trump, der Iran habe bei den Gesprächen mit den USA "keine Karten" in der Hand. Die Iraner setzten alleine auf "kurzfristige Erpressung der Welt durch die Ausnutzung internationaler Wasserwege", schrieb er unter Anspielung auf die vom Iran blockierte Straße von Hormus. "Der einzige Grund, warum sie heute am Leben sind, ist, um zu verhandeln!", fügte er hinzu.

US-Vizepräsident JD Vance reiste unterdessen nach Pakistan, wo er in Islamabad mit Vertretern aus Teheran über eine Friedenslösung im Iran-Krieg verhandeln will. Vor dem Abflug warnte er vor "Spielchen" der Iraner. Ob es tatsächlich zu den Verhandlungen kommt, ist unklar. So hat der Iran Friedensgespräche zuletzt von einem Ende der israelischen Angriffe auf Ziele im Libanon abhängig gemacht.

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen; Anfang März weitete er sich auf den Libanon aus. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. In der Nacht zum Mittwoch (MESZ) verkündete Trump eine zweiwöchige Feuerpause der USA und des Irans. Nach Darstellung Israels und der USA erstreckt sich diese allerdings nicht auf den Libanon.

Weitere Meldungen

Ex-US-Vizepräsidentin Harris deutet erneute Präsidentschaftskandidatur an

Knapp anderthalb Jahre nach ihrer Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl hat die frühere US-Vizepräsidentin Kamala Harris eine erneute Kandidatur angedeutet. Bei einer

Mehr
Macron und Leo XIV. rufen zu Frieden in der Welt auf

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Papst Leo XIV. haben vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs zu Frieden in der Welt aufgerufen. "Angesichts der Brüche in der Welt ist der

Mehr
Streit um Energiepolitik: Merz kritisiert Reiche

Im Koalitionsstreit um die Energiepolitik hat Bundeskanzler Friedrich Merz Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) zur Zurückhaltung aufgefordert. Der Kanzler sei

Mehr

Top Meldungen

Energie-Entlastungen: Kuban warnt vor "Vollkaskomentalität"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Aus der Unionsfraktion im Bundestag gibt es deutliche Kritik an den Forderungen der SPD nach zügiger umfassender Entlastung der Bürger aufgrund

Mehr
Energiepreis-Entlastung: Tschentscher drängt auf Sonder-MPK

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat als zweiter Länderchef angesichts der Energiepreiskrise und der Debatte um

Mehr
Lies wirbt für Spritpreisdeckel

Hannover (dts Nachrichtenagentur) - Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung in der Debatte über Maßnahmen

Mehr