Brennpunkte

Staatsanwaltschaft bejaht Anfangsverdacht gegen Schauspieler Ulmen

  • AFP - 27. März 2026, 15:55 Uhr
Bild vergrößern: Staatsanwaltschaft bejaht Anfangsverdacht gegen Schauspieler Ulmen
Darstellung der Justitia
Bild: AFP

Im Fall der von der Schauspielerin Collien Fernandes erhobenen Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen sieht die Staatsanwaltschaft Itzehoe einen Anfangsverdacht gegen Ulmen.

Im Fall der von der Schauspielerin Collien Fernandes erhobenen Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen sieht die Staatsanwaltschaft Itzehoe einen Anfangsverdacht gegen Ulmen. Die Auswertung der Berichterstattung des Magazins "Spiegel" über den Fall habe zu einer Bejahung des Anfangsverdachts geführt, erklärte die Ermittlungsbehörde am Freitag. Strafrechtlich gehe es um den Vorwurf der Nachstellung. Die Staatsanwaltschaft verwies darauf, dass die Unschuldsvermutung gelte.

Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, wurde nach der vergangene Woche erschienenen "Spiegel"-Berichterstattung ein im Juni 2025 eingestelltes Ermittlungsverfahren wieder aufgenommen. Es werde nun geprüft, ob außer dem im Raum stehenden Straftatbestand der Nachstellung auch weitere Straftatbestände in Betracht kommen.

Im Fall einer Verurteilung drohen für Nachstellung bis zu drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe, erklärte die Staatsanwaltschaft. Weitere Auskünfte wollte die Ermittlungsbehörde zunächst nicht geben. Ursprünglich hatte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Peter Müller-Rakow, am Freitag keine Angaben dazu machen wollen, ob sich Ermittlungen der Itzehoer Staatsanwaltschaft gegen den aus zahlreichen Kino- und Fernsehrollen sowie der Fernsehwerbung bekannten Ulmen richten.

Der 50-jährige Ulmen und die 44-jährige Fernandes waren seit 2011 ein Paar, vergangenes Jahr gaben sie ihre Trennung bekannt. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter. Fernandes war vergangene Woche mit Vorwürfen der digitalen sexualisierten Gewalt gegen ihren Ex-Mann an die Öffentlichkeit gegangen. 

In Spanien brachte sie ihre Vorwürfe ebenfalls zur Anzeige, das Paar war 2023 nach Mallorca ausgewandert. Die Justiz auf Mallorca prüft die Vorwürfe derzeit nach eigenen Angaben. Sie umfassen demnach Aneignung des Personenstandes, Geheimnisverrat, öffentliche Beleidigung, regelmäßige Misshandlung und schwere Drohungen. Ulmen selbst bestreitet die Anschuldigungen, es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Veröffentlichung führte in Deutschland in der Politik zu einer Debatte über digitale Gewalt gegen Frauen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte in der Folge an, Gesetzeslücken schließen zu wollen. 

Weitere Meldungen

"Wir machen's aus": Earth Hour soll für Klimaschutz werben

Zum 20. Mal rufen Umwelt- und Klimaschutzorganisationen am Samstag zur sogenannten Earth Hour auf. Rund um den Globus sind Millionen Menschen aufgefordert, jeweils um 20.30 Uhr

Mehr
Russisches Kulturzentrum in Prag mit Molotow-Cocktails attackiert

Ein Brandanschlag auf das russische Kulturzentrum in Prag hat neue diplomatische Verstimmungen zwischen Tschechien und Russland ausgelöst. Wie die tschechische Polizei am Freitag

Mehr
Mord statt Totschlag: 19-Jähriger nach tödlicher Attacke in Berlin erneut verurteilt

Nach dem gewaltsamen Tod eines 26 Jahre alten Mannes auf dem Bahnsteig des Berliner U-Bahnhofs Kottbusser Tor ist der Hauptangeklagte statt wegen Totschlags in einem weiteren

Mehr

Top Meldungen

Ex-Minister Riester kritisiert Riester-Reform

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Walter Riester, der ehemalige Sozialminister und Namensgeber der Riester-Rente, hat die gerade beschlossene Reform der privaten Altersvorsorge

Mehr
Wirtschaftsministerium geht aktuell nicht von Benzinmangel aus

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundeswirtschaftsministerium unter Leitung von Katherina Reiche (CDU) sieht keine Gefahr für einen Benzinmangel in Deutschland. "Die

Mehr
Gabriel Felbermayr in Rat der Wirtschaftsweisen berufen

Der österreichische Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Felbermayr ist in den Rat der Wirtschaftsweisen berufen worden. Das teilte das Gremium am Freitag mit. Der Direktor des

Mehr