Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Unionsfraktionsvize Mathias Middelberg (CDU) fordert, die Schuldenausnahme für Verteidigungsausgaben perspektivisch wieder abzuschaffen.
"Im Moment sind Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit grenzenlos erlaubt. Da ist kein Deckel drauf. Das kann auf Dauer so nicht bleiben", sagte er dem Nachrichtenmagazin Focus. "Aufwendungen für Verteidigung sind keine außerordentlichen, sondern reguläre Staatsausgaben. Die müssen, wenn die Nachrüstung der Bundeswehr abgeschlossen ist, im laufenden Betrieb auch wieder aus den laufenden Einnahmen finanziert werden."
Middelberg kritisierte die Vereinbarung des schwarz-roten Sondierungsteams von vor einem Jahr. Das sei damals "keine glückliche Entscheidung" gewesen. "Man hätte das technisch besser regeln können."
Der CDU-Finanzexperte fordert darüber hinaus eine ansteigende Investitionsquote im Kernhaushalt. "Schuldenmachen darf nicht zur regulären Einnahmequelle werden. Im Gegenteil sollten wir perspektivisch eine ambitionierte Mindestinvestitionsquote festschreiben, angefangen bei den zehn Prozent, die wir jetzt leisten, und dann schrittweise ansteigend", sagte Middelberg.
Eine weitere Grundgesetzänderung zur Reform der Schuldenbremse hält Middelberg nicht für nötig "Mehr Spielraum für Investitionen bekäme man zum Beispiel auch durch eine andere Berechnung der Konjunkturkomponente", sagte er. "Diese Komponente ist durch einfaches Gesetz geregelt und wäre demzufolge auch mit einfacher Mehrheit im Bundestag - zugunsten weiterer Investitionsspielräume - änderbar."
Brennpunkte
Middelberg hinterfragt unbegrenzte Schulden für Verteidigung
- dts - 26. März 2026, 00:01 Uhr
.
Weitere Meldungen
Die britische Regierung hat der Armee des Landes die Erlaubnis erteilt, sanktionierte Schiffe der russischen Schattenflotte beim Durchqueren britischer Hoheitsgewässer zu entern
MehrNach einem Dementi des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi hat US-Präsident Donald Trump erneut von laufenden Verhandlungen mit dem Iran gesprochen. "Sie verhandeln
MehrIn Fretterode in Thüringen sind nach Angaben der Polizei drei Journalisten tätlich angegriffen worden. Ein 56-Jähriger und ein 22-Jähriger setzten neben körperlicher Gewalt
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Familienministerin Karin Prien (CDU) hat den Umbau des Bundesprogramms "Demokratie leben" gegen Kritik aus der Zivilgesellschaft verteidigt. "Aus
MehrKöln (dts Nachrichtenagentur) - Die Kaufkraft in Deutschland hat sich im Vergleich zu Anfang der Neunzigerjahre in vielen Bereichen stark verbessert. Das geht aus einer
MehrEine pauschale Regelung im Arbeitsvertrag, wonach die Firma Beschäftigte sofort nach der Kündigung freistellen darf, ist unwirksam. Sie benachteiligt Arbeitnehmer unangemessen,
Mehr














