Finanzen

Klingbeil offen für Änderungen an neuem Altersvorsorgegesetz

  • AFP - 14. März 2026, 09:56 Uhr
Bild vergrößern: Klingbeil offen für Änderungen an neuem Altersvorsorgegesetz
Minister Klingbeil
Bild: AFP

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat sich kurz vor der Anhörung im Bundestag offen für Änderungen am Gesetz zur Reform der privaten Altersvorsorge gezeigt. 'Wir wollen die Kosten klar begrenzen', sagte Klingbeil.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat sich kurz vor der Anhörung im Bundestag offen für Änderungen am Gesetz zur Reform der privaten Altersvorsorge gezeigt. "Wir wollen die Kosten klar begrenzen", sagte Klingbeil der "Welt am Sonntag". "Für das Standardprodukt gibt es einen Kostendeckel - wo der exakt ansetzt, da bin ich in den anstehenden Beratungen im Parlament offen für eine gute Lösung."

Die Reform solle außerdem für mehr Wahlfreiheit und Transparenz sorgen, sagte der SPD-Politiker. "Das stärkt den Wettbewerb, und auch das wird sich in niedrigeren Kosten niederschlagen. Damit wird die private Altersvorsorge zukünftig für alle Einkommen eine bessere Ergänzung zur gesetzlichen Rente." Die Anhörung im Bundestag zu Klingbeils Entwurf ist für Montag geplant.

Im Gesetzentwurf steht bislang ein Kostendeckel für das geplante Standardprodukt in Höhe von 1,5 Prozent. Dagegen gibt es nicht nur von Verbraucherschützern Widerstand, die eine strengere Deckelung der Kosten fordern. 

Auch der Bundesrat, der dem Gesetz zustimmen muss, hatte sich für einen niedrigeren Deckel ausgesprochen: "Eine derart hoch angesetzte Kostenobergrenze läuft dem Ziel eines transparenten, verbraucherfreundlichen und besonders attraktiven Standardprodukts zuwider", heißt es in einer Stellungnahme der Länderkammer.

Das Standardprodukt soll jeder Sparer mit wenigen Klicks im Internet abschließen können. Grundsätzliches Ziel ist es, die private Altersvorsorge mit der Reform neu aufzustellen. 

Der Gesetzesentwurf für das Altersvorsorgedepot sieht vor, dass Sparer künftig in eine breite Palette von gemanagten Fonds, ETFs und auch Staatsanleihen investieren können. Der Staat bezuschusst die ersten 1200 Euro mit 30 Cent Zulage je eingezahltem Euro, 20 Cent je Euro gibt es jährlich für weitere 600 Euro. Das ist sehr viel einfacher als das Zulagensystem der Riester-Rente. 

Weitere Meldungen

SPD-Vorstoß für Energiewende-Gutschein

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts des Spitzentreffens der Koalition an diesem Sonntag warnt die energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Nina Scheer,

Mehr
Autolobby unterstützt Reiche im Regierungsstreit

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Verband der Automobilindustrie (VDA) unterstützt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) im aktuellen Streit um die Reformpolitik

Mehr
IW: Reform-Ideen würden Alleinverdiener-Ehen deutlich belasten

Köln (dts Nachrichtenagentur) - Die in der Bundesregierung diskutierten Änderungen des Ehegattensplittings und der beitragsfreien Mitversicherung würden Alleinverdiener-Ehen

Mehr

Top Meldungen

Bauland fast zehn Mal so teuer wie 2015

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Preise für Bauland sind in Deutschland in den vergangenen rund zehn Jahren stark gestiegen - in der Spitze fast um das Zehnfache. Besonders

Mehr
Grüne kritisieren zu laxen Umgang mit kritischer Infrastruktur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung muss Übernahmen sicherheitsrelevanter und strategisch wichtiger Unternehmen durch ausländische Investoren aus Sicht der

Mehr
Schulze pocht auf Spritpreis-Entlastung in dieser Woche

Magdeburg (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts der anhaltend hohen Benzinpreise fordert Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) die Bundesregierung auf, bis zum

Mehr