In der Debatte über die Rentenreform hat der Chef der Senioren-Union, Hubert Hüppe (CDU), einen früheren Einstieg junger Menschen ins Arbeitsleben gefordert. Grundsätzlich werde es "nicht durch weniger, sondern nur durch mehr Arbeit gehen", sagte er der "Rheinischen Post" vom Montag. "Das heißt für mich aber nicht unbedingt am Ende des Erwerbslebens, sondern am Anfang."
Schul- und Studienzeiten müssten "kürzer und schlanker" werden, damit junge Menschen "früher in Arbeit" gebracht würden und entsprechend früher zu Einzahlern in die Sozialsysteme würden, sagte Hüppe. "Es muss nicht wie in meiner Jugend mit 14 Jahren sein, aber es sollte auch nicht erst mit 30 losgehen."
In Handwerksberufen spiele zudem Künstliche Intelligenz (KI) mittlerweile eine große Rolle. Daher sei es wichtig, Weiterbildungen während der Erwerbstätigkeit zu stärken, sagte Hüppe. Zudem müssten Migrantinnen und Migranten vom ersten Tag an möglichst in sozialversicherungspflichtige Arbeit gebracht werden. "Das hilft nicht nur unserem Sozialstaat, sondern auch der Integration."
Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters müsse "moderat und individuell sein, angepasst an die Arbeitswelt", sagte Hüppe der Zeitung weiter. "Auch das gehört zu einer vernünftigen Rentenreform."
Die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission will Ende Juni ihre Empfehlungen für eine Rentenreform vorlegen. Sie muss Antworten auf das Problem finden, dass angesichts der Alterung der Gesellschaft immer weniger Beschäftigte immer mehr Rentner finanzieren. Diskussionsansätze sind neben einem späteren Eintrittsalter auch ein niedrigeres Rentenniveau und die Ausweitung des Kreises der Einzahlenden.
Politik
Chef der Senioren-Union fordert früheren Einstieg ins Arbeitsleben
- AFP - 15. Juni 2026, 08:45 Uhr
In der Debatte über die Rentenreform hat der Chef der Senioren-Union, Hubert Hüppe (CDU), einen früheren Einstieg ins Arbeitsleben gefordert. So müssten etwa Schul- und Studienzeiten 'kürzer und schlanker' werden, sagte er der 'Rheinischen Post'.
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