Brennpunkte

Medienbericht: Deutschland zieht Soldaten und Botschaftspersonal aus Irak ab

  • AFP - 6. März 2026, 16:54 Uhr
Bild vergrößern: Medienbericht: Deutschland zieht Soldaten und Botschaftspersonal aus Irak ab
Bundeswehr-Ausbilder im Nordirak
Bild: AFP

Die Bundesregierung zieht wegen dem Iran-Krieg einem Bericht zufolge Bundeswehr-Soldaten und Botschaftspersonal aus der irakischen Hauptstadt Bagdad ab.

Die Bundesregierung zieht wegen des Iran-Kriegs einem Medienbericht zufolge Bundeswehr-Soldaten und Botschaftspersonal aus der irakischen Hauptstadt Bagdad ab. Darüber habe die Regierung am Freitagmittag die Obleute in den zuständigen Bundestagsausschüssen informiert, berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Soldatinnen und Soldaten sowie Botschaftsangehörige werden demzufolge nach Jordanien verlegt, wo sich zwei Militärtransporter des Typs A400M befinden. 

In Bahrain stationierte deutsche Soldatinnen und Soldaten seien bereits zurückgekehrt, berichtete das Redaktionsnetzwerk. Der Abzug aus Kuwait werde ebenso vorbreitet wie jener aus dem Libanon. Schon zu Wochenbeginn habe aus Koalitionskreisen verlautet, dass Bundeswehr-Kräfte teilweise aus den Camps geholt und dezentral untergebracht sowie Kontingente reduziert worden seien.

Das Bundesverteidigungsministerium wollte den RND-Bericht nicht kommentieren. "Wir beobachten und bewerten die Lage sehr genau", teilte eine Sprecher der Nachrichtenagentur AFP auf Anfrage mit. Das Ministerium sei "mit unseren Kontingenten vor Ort, innerhalb der Bundesregierung sowie unseren Partnern in engem Austausch". Darüber hinaus gebe es aktuell "nichts mitzuteilen".

Rund 500 Soldatinnen und Soldaten waren zuletzt in Nahost stationiert, unter anderem im Irak, in Jordanien und vor der libanesischen Küste. Verbindungspersonal befand sich zudem in Kuwait und Katar. Der Iran hatte bei seinen Gegenangriffen auf Israel und US-Militäreinrichtungen auch Stützpunkte im Irak und in Jordanien beschossen, wo sich Bundeswehr-Soldaten aufhielten.

Weitere Meldungen

Weißes Haus spielt Bericht zu russischer Zielhilfe für Iran herunter

Das Weiße Haus hat einen Bericht der "Washington Post" heruntergespielt, wonach Russland seinem Verbündeten Iran Informationen über US-Militärziele im Nahen Osten liefert. Das

Mehr
Ischinger kritisiert Trump-Administration für fehlenden Plan

München (dts Nachrichtenagentur) - Der ehemalige Spitzendiplomat Wolfgang Ischinger kritisiert die US-Administration mit deutlichen Worten für einen fehlenden Plan im

Mehr
Anklage gegen fünf Verdächtige in Litauen wegen Paket-Brandsätzen

Wegen per Paket verschickten Brandsätzen in mehreren europäischen Staaten sind fünf Männer in Litauen wegen "Vorbereitung von Terrorakten" angeklagt worden. Bei den

Mehr

Top Meldungen

NRW-Verkehrsminister bei Infrastruktur-Gesetz gegen Parteilinie

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz stößt bei den Grünen bisher eigentlich auf starke Ablehnung - nicht aber so beim grünen

Mehr
USA: Arbeitslosenquote steigt im Februar auf 4,4 Prozent

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den USA hat sich wieder eingetrübt. Im Februar wurden 92.000 Jobs gestrichen, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Die

Mehr
Merz: Iran-Krieg bringt weitere Herausforderung für deutsche Wirtschaft

Nach einem Gespräch mit Wirtschaftsverbänden hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf die möglichen Folgen des Iran-Kriegs für die deutsche Wirtschaft hingewiesen. Der

Mehr