Im Bieterkampf um den US-Film- und Medienkonzern Warner Bros. Discovery (WBD) scheint einem Sieg von Paramount Skydance nichts mehr im Weg zu stehen. Die Ko-Chefs des Streamingdienstes Netflix, Ted Sarandos und Greg Peters, erklärten am Donnerstag (Ortszeit), sie würden das neueste Angebot von Paramount, das WBD als "überlegen" eingestuft hatte, "nicht mitgehen". Mit dem Angebot von Paramount gleichzuziehen sei finanziell nicht mehr attraktiv.
Die Ko-Chefs erklärten, Netflix wäre "ein verantwortungsvoller Verwalter der ikonischen Marken von Warner Bros." gewesen. Eine Einigung hätte außerdem "die Unterhaltungsbranche gestärkt sowie mehr Produktionsarbeitsplätze in den USA erhalten und geschaffen". Die Fusion mit WBD sei jedoch stets ein "'Nice-To-Have'" und kein "'Must-Have' um jeden Preis" gewesen.
Zuvor hatte WBD erklärt, der neue Paramount-Vorschlag stelle ein "überlegenes Unternehmensangebot" dar. WBD räumte dem bisher bevorzugten Mitbieter Netflix aber eine Frist von vier Geschäftstagen ein, um nachzulegen. Ohne ein Gegenangebot von Netflix ist WBD nun berechtigt, die Netflix-Fusionsvereinbarung zu kündigen und stattdessen einer Einigung mit Paramount nachzugehen.
Paramount bot zuletzt rund 110 Milliarden Dollar für Warner Bros. (gut 93 Milliarden Euro). Das entspricht 31 Dollar pro Aktie statt dem letzten Angebot von 30 Dollar. Der Streamingdienst Netflix hatte zuletzt 83 Milliarden Dollar geboten.
Paramount will die gesamte WBD-Gruppe inklusive Fernsehsender kaufen, dazu gehört CNN. Netflix wollte dagegen nur das Filmgeschäft sowie den Streamingdienst HBO erwerben. Am 20. März sollten die WBD-Aktionärinnen und -Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Zukunft des Konzerns entscheiden. Diese Abstimmung ist nun de facto hinfällig. Stattdessen dürfte es nun für WBD darum gehen, die Zustimmung der Aktionärinnen und Aktionäre für eine Einigung mit Paramount zu sichern.
Der Bieterkampf hat auch eine politische Seite: Netflix-Mitgründer Reed Hastings gilt in den USA als einer der größten Spender der oppositionellen Demokraten. Paramount-Chef David Ellison und sein Vater Larry Ellison, seinerseits Chef des Softwareanbieters Oracle, unterstützen dagegen US-Präsident Donald Trump.
Wirtschaft
Netflix lehnt Erhöhung von Angebot für Kauf von Warner Bros. ab
- AFP - 27. Februar 2026, 02:26 Uhr
Im Bieterkampf um den US-Film- und Medienkonzern Warner Bros. Discovery (WBD) scheint einem Sieg von Paramount Skydance nichts mehr im Weg zu stehen. Der Streamingdienst Netflix erklärte, das neueste Angebot von Paramount nicht mitgehen zu wollen.
Weitere Meldungen
Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat die von der Bundesregierung vorgelegten Eckpunkte für eine Reform des Heizungsgesetzes scharf kritisiert. Die Öffnung
MehrNach der Vorlage eines neuen Angebots von Paramount Skydance im Bieterkampf um den US-Film- und Medienkonzern Warner Bros. Discovery (WBD) hat der Streamingdienst Netflix
MehrDer Bieterkampf um den US-Film- und Medienkonzern Warner Bros. Discovery (WBD) ist weiter offen. Der WBD-Vorstand nannte das letzte Angebot von Paramount Skydance am Donnerstag
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die Förderung für Solarenergie drastisch zu kürzen, stoßen bei
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundeswirtschaftsministerium plant neue Hürden für den Ausbau der Solarenergie. Das geht aus einem Arbeitsentwurf für die Novelle des
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Fernzüge der Deutschen Bahn sollen auf der Schnellfahrstrecke Hamburg - Berlin künftig langsamer unterwegs sein als vor der monatelangen
Mehr














