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Taschenverbot und Metalldetektoren: Sicherheitskonzept für ESC in Wien vorgestellt

  • AFP - 26. Februar 2026, 19:00 Uhr
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Österreichischer ESC-Sieger JJ im Mai 2025 in Basel
Bild: AFP

Besucher des Eurovision Song Contests in Wien müssen sich auf strenge Sicherheitsvorkehrungen einstellen. Während des Musikwettbewerbs seien 500 Sicherheitskräfte allein für die Wiener Stadthalle eingeteilt, sagte Veranstaltungsleiter Oliver Lingens.

Besucher des Eurovision Song Contests (ESC) in Wien müssen sich auf strenge Sicherheitsvorkehrungen einstellen: Während des Musikwettbewerbs seien 500 Sicherheitskräfte allein für die Wiener Stadthalle eingeteilt, sagte Veranstaltungsleiter Oliver Lingens von der österreichischen Rundfunkanstalt ORF am Donnerstag bei der Vorstellung des Sicherheitskonzepts.

Rucksäcke, Bauch- und Handtaschen sind auf dem Veranstaltungsgelände verboten. Mitgebracht werden darf nur, was in die Hosentasche passt - mit Ausnahme von transparenten Behältnissen maximal in A6-Größe. Wie die Nachrichtenagentur APA weiter meldete, müssen sämtliche Gerätschaften, die in die Stadthalle gelangen sollen, durch Röntgenstraßen, Metalldetektoren und an Spürhunden vorbei. Zudem seien 180 neue Kameras installiert worden, um "jeden Winkel" des Geländes im Blick zu behalten.

Der ESC findet von 12. bis 16. Mai in Wien statt, nachdem im vergangenen Jahr der österreichische Sänger JJ den Wettbewerb gewonnen hatte. An der 70. Ausgabe des weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerbs in diesem Jahr nehmen nur 35 Länder teil - wegen der Teilnahme Israels boykottieren mehrere Länder den Wettbewerb. 

Bei den vergangenen beiden ESC-Ausgaben im schwedischen Malmö und in schweizerischen Basel war es zu es anti-israelischen Protesten und teils massiven Anfeindungen gegen die israelischen ESC-Teilnehmerinnen gekommen.

Auf die Frage, ob für die israelische Delegation besondere Schutzmaßnahmen gelten, sagte ORF-Veranstaltungschef Lingens, den Organisatoren sei "natürlich die Sicherheit aller Delegationen in hohem Ausmaß wichtig". Der Wiener Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan sagte, derzeit lägen zwar keine konkreten Hinweise auf Gefährdungen vor. "Extremistisch motivierte Akteure" seien jedoch ein wesentlicher Faktor. Die österreichischen Sicherheitsbehörden stünden hierzu im Austausch mit internationalen Partnern.

Wer für Deutschland am ESC teilnimmt, entscheidet sich am Samstag. Am von der ARD übertragenen deutschen Vorentscheid nehmen insgesamt neun Acts teil.

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