Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, hat die Abtretung von ukrainischem Staatsgebiet an den Angreifer Russland kategorisch ausgeschlossen. "Mein Präsident hat sich dazu ganz klar geäußert: Das kommt nicht in Frage", sagte er am Dienstagmorgen den Sendern RTL und ntv. "Nicht die Ukraine, sondern Russland muss unter Druck gesetzt werden."
Es gehe zudem nicht nur um Land, sondern auch um die Menschen dort, sagte der Diplomat. Millionen Ukrainerinnen und Ukraine lebten unter russischer Besatzung. "Und die wollen befreit werden." Zu Friedensverhandlungen sagte er, dass neben den USA die Ukraine und Europa als Alliierte am Verhandlungstisch sitzen müssten. Zudem brauche es weiterhin Sanktionen und militärische Hilfe. Dann könne Russland dazu gebracht werden, "den Krieg zu überdenken und zu beenden".
Russland hatte vor genau vier Jahren die Ukraine angriffen. Die russische Armee hält derzeit rund 20 Prozent des ukrainischen Territoriums besetzt. In dem Krieg wurden hunderttausende Soldaten und zehntausende Zivilisten getötet.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zeigte sich zuversichtlich, dass Russland nach vier Jahren Krieg "merkt, dass es am Ende nicht richtig Erfolg hat". Vergangenes Jahr habe Russland ein Prozent des ukrainischen Territoriums zusätzlich erobert, "bei riesigen Verlusten", sagte er im RTL-"Nachtjournal". Er glaube zudem, "die wirtschaftliche Situation in Russland ist schwierig genug, dass auch Wladimir Putin sich Gedanken machen wird, ob es Sinn macht, diesen Krieg in dieser Form weiterzuführen".
Brennpunkte
Ukrainischer Botschafter Makeiev: Gebietsabtretungen kommen nicht in Frage
- AFP - 24. Februar 2026, 09:43 Uhr
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, hat die Abtretung von ukrainischem Staatsgebiet an den Angreifer Russland kategorisch ausgeschlossen. 'Das kommt nicht in Frage', sagte er den Sendern RTL und ntv.
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