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Witkoff: Trump wundert sich über ausbleibende "Kapitulation" des Iran

  • AFP - 22. Februar 2026, 08:50 Uhr
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US-Flugzeugträger und -Kriegsschiffe in der Golfregion
Bild: AFP

US-Präsident Donald Trump wundert sich nach den Worten seines Sondergesandten Steve Witkoff darüber, dass der Iran trotz des verstärkten US-Militäraufgebots in der Region und fortgesetzter Drohungen nicht 'kapituliert'.

US-Präsident Donald Trump wundert sich nach den Worten seines Sondergesandten Steve Witkoff darüber, dass der Iran trotz des verstärkten US-Militäraufgebots in der Region und fortgesetzter Drohungen nicht "kapituliert". Der Präsident sei "neugierig" auf die Haltung der iranischen Regierung, nachdem er dem Land im Fall einer ausbleibenden Einigung über das iranische Atomprogramm mit ernsten Konsequenzen gedroht hatte, sagte Witkoff am Samstag (Ortszeit) in einem Interview mit Trumps Schwiegertochter Lara Trump im Sender Fox News.

"Ich will nicht das Wort 'frustriert' benutzen, weil er weiß, dass er zahlreiche Alternativen hat, aber er ist neugierig, warum sie nicht - ich will nicht 'kapituliert' sagen, aber warum sie nicht kapituliert haben", sagte Witkoff. "Unter all diesem Druck, angesichts der Seestreitkräfte dort drüben - warum sind sie nicht auf uns zugekommen?", führte der Sondergesandte weiter aus. Es sei "irgendwie hart", die iranische Führung zum Einlenken zu bewegen.

Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Golfregion zuletzt massiv ausgeweitet. US-Präsident Trump erwägt nach eigenen Angaben einen "begrenzten Militärangriff" auf den Iran, falls es im Atomstreit zwischen Teheran und Washington zu keiner Einigung kommen sollte. Vor wenigen Tagen hatte Trump dem Iran eine Frist bis Anfang März gesetzt. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi will Teheran in den kommenden Tagen einen Entwurf für ein Abkommen mit den USA vorlegen.

Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen Washington und Teheran riefen Serbien und Schweden ihre Staatsbürger am Wochenende zur sofortigen Ausreise aus dem Iran auf. Für deutsche Staatsangehörige gilt bereits seit Längerem eine Reisewarnung für den Iran und eine Aufforderung zur Ausreise.

Die USA und der Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman Verhandlungen über das iranische Atomprogramm wieder aufgenommen. Es waren die ersten Gespräche seit dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni 2025, bei dem die USA an der Seite Israels eingriffen und mehrere iranische Atomanlagen bombardierten. Die USA und andere westliche Länder werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück und beharrt auf seinem Recht, Uran für zivile Zwecke anzureichern. 

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