Brennpunkte

Berlin "besorgt" über Pflanzengift-Verdacht im Südlibanon

  • dts - 13. Februar 2026, 17:30 Uhr
Bild vergrößern: Berlin besorgt über Pflanzengift-Verdacht im Südlibanon
Karte von Israel und Libanon (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das deutsche Außenministerium hat sich angesichts von Berichten über den angeblichen Einsatz von Glyphosat im Südlibanon durch die israelische Armee besorgt gezeigt. "Wir nehmen die Meldungen, die es dazu gibt, sehr ernst", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag der dts Nachrichtenagentur.

Jede Maßnahme müsse im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht stehen. "Maßnahmen, die die Zivilbevölkerung gefährden, zivile Lebensgrundlagen dauerhaft zerstören, so etwas wäre ja auch der Einsatz von Pflanzengiften, sind nicht akzeptabel", sagte der Sprecher.

Gerade angesichts der fragilen Lage im Südlibanon sei es entscheidend, weitere Eskalationen zu vermeiden. Beide Seiten müssten das Völkerrecht und den Schutz der Zivilbevölkerung achten, so das Auswärtige Amt.

In sozialen Netzwerken kursieren seit Tagen Handyvideos, die zeigen sollen, wie ein Flugzeug im Tiefflug Chemikalien über libanesischen Feldern versprüht. Eine Sprecherin der UN-Mission Unifil sagte der ARD, die Friedenstruppe habe im Vorfeld eine Benachrichtigung der israelischen Armee erhalten, dass diese ein Luftmanöver durchführen werde. UN-Soldaten sollten sich aus der Gegend fernhalten oder Schutz suchen.

Weitere Meldungen

Iranische Armeeführung: Straße von Hormus wegen US-Blockade erneut gesperrt 

Wegen der US-Blockade iranischer Häfen hat der Iran eine erneute Blockade der Schifffahrt im der Straße von Hormus verkündet. Die iranische Armeeführung gab am Samstag

Mehr
Wal-Rettung verzögert sich weiter - Initiative erhebt Vorwürfe gegen Behörden

Auflagen der Behörden haben nach Angaben der privaten Rettungsinitiative am Samstag die Rettung des seit Wochen an der Ostseeküste festliegenden Wals weiter verzögert. Ihnen

Mehr
Deutschland, Italien und Frankreich für mehr Härte bei Migration

Rom (dts Nachrichtenagentur) - Deutschland, Italien und Frankreich haben sich auf einen härteren Migrationskurs verständigt. Beim Treffen in Italien einigten sich die

Mehr

Top Meldungen

Bär erwartet bis Mitte der 2030er Fusionsforschungs-Durchbruch

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) rechnet mit einem baldigen Durchbruch in der Fusionsforschung und hat das Ziel bekräftigt, den

Mehr
Finanzminister fordert Vorbereitungen für Kerosinmangel

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) warnt vor einem Kerosinmangel und fordert, die Versorgung sicherzustellen. Damit kritisiert er seine

Mehr
US-Regierung verlängert Lockerung von Sanktionen für russisches Öl

Die US-Regierung hat die Lockerung der Sanktionen für russisches Öl um einen Monat verlängert. Das Finanzministerium in Washington erteilte am Freitag eine Lizenz, die bis zum

Mehr