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Wintersturm "Nils": Ein Toter und viele Sachschäden in Südwesteuropa

  • AFP - 12. Februar 2026, 14:36 Uhr
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Überschwemmung in Frankreich
Bild: AFP

Durch Wintersturm 'Nils' in Südwesteuropa ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, 25 weitere wurden verletzt. In Frankreich und Spanien gab es zudem zahlreiche Sachschäden.

Durch Wintersturm "Nils" in Südwesteuropa ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, 25 weitere wurden verletzt. Der Sturm hatte zudem zahlreiche Sachschäden zur Folge, wie die Behörden in Frankreich und Spanien am Donnerstag mitteilten. In Frankreich galt in fünf Départements die höchste Alarmstufe, im Südwesten wegen drohender Überschwemmungen und in den Alpen wegen Lawinengefahr. In etwa 900.000 Haushalten fiel die Stromversorgung aus. 

Ein 55 Jahre alter Lastwagenfahrer kam nach Polizeiangaben in der Nähe des südwestfranzösischen Ortes Dax ums Leben, nachdem ein fallender Ast seine Windschutzscheibe durchschlagen hatte. Nördlich von Toulouse wurde ein Straßenarbeiter verletzt, als ein Baum auf sein Auto stürzte.

Am Donnerstagvormittag waren im Südwesten Frankreichs etwa 900.000 Haushalte ohne Strom. Das Unternehmen Enedis setzte etwa 3000 Techniker ein, um die Schäden am Stromnetz zu beheben. 

Unterdessen mussten in der spanischen Region Katalonien im Zusammenhang mit dem Unwetter 25 Menschen medizinisch versorgt werden, wie der Zivilschutz mitteilte. Fünf Menschen seien ins Krankenhaus gekommen, unter ihnen ein schwer verletzter Rettungshelfer. 

"Es hat sehr heftige Windstöße gegeben, das war ein außergewöhnliches Wetterphänomen", sagte Núria Parlon vom katalanischen Zivilschutz dem Sender Rac 1. 

Auch der Verkehr war von dem Unwetter betroffen. Am Flughafen Barcelona-El Prat fielen rund 50 Flüge aus. In Frankreich war der Zugverkehr zwischen Toulouse und Bordeaux gestört. Auch die Fährverbindung nach Korsika wurde eingestellt. 

Der Wintersturm zog zudem Hochwasser in mehreren Flüssen nach sich. Der Fluss Garonne erreichte im Ort La Réole östlich von Bordeaux bereits einen Pegel von mehr als acht Metern. Der Scheitelpunkt wird erst in der Nacht von Samstag auf Sonntag erwartet. 

Starkregen wird Wissenschaftlern zufolge durch den Klimawandel häufiger und heftiger. Eine wärmere Atmosphäre nimmt mehr Wasser auf, das dann abregnet und so auch das Risiko und die Intensität von Überschwemmungen erhöht.

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