Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Führende Wirtschaftsforschungsinstitute zweifeln an der Aussage von Kanzler Friedrich Merz (CDU), dass in den nächsten drei Jahren 80 Prozent der sich in Deutschland aufhaltenden Syrer in ihr Heimatland zurückkehren werden.
"Diese politische Ankündigung und die ökonomische Realität werden sich wahrscheinlich deutlich voneinander unterscheiden", sagte Geraldine Dany-Knedlik vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch der dts Nachrichtenagentur. "Wenn aber auch nur ein erheblicher Teil des Ziels tatsächlich realisiert werden sollte, dann würde das den demografischen Druck auf unser Potenzialwachstum verschärfen in einer Lage, in der es ohnehin gegen null tendiert." Und das sei eine Entwicklung, die in der wirtschaftspolitischen Debatte über Rückkehrer-Programme doch mitgedacht werden müsste.
Auch Timo Wollmershäuser vom Ifo-Institut sprach von Folgen für das Potenzialwachstum. "Die Zuwanderungswellen der letzten Jahre haben ja dazu beigetragen, dass die demografische Wende, über die wir jetzt dann sprechen in den kommenden Jahren, so ein bisschen verschoben wurde." Wenn man in diesem Umfang Menschen zurückführen würde, würde das dem Produktionspotenzial einen weiteren Dämpfer verpassen. Ein Großteil der Betroffenen sei in den Arbeitsmarkt integriert, und insofern hätte das Potenzialeffekte, so Wollmershäuser.
Brennpunkte
Wirtschaftsforscher zweifeln an 80-Prozent-Ziel für Syrer
- dts - 1. April 2026, 11:35 Uhr
.
Weitere Meldungen
Nach einem mutmaßlichen Deepfake-Video mit sexualisiertem Inhalt hat die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der Sachverhalt werde
MehrDas deutsche Segelschulschiff "Gorch Fock" besucht die Feiern zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Wie die Marine am Mittwoch in Kiel mitteilte, wird das Schiff am
MehrBrüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die EU will in der Verteidigungspolitik unabhängiger von den USA werden - und setzt dabei auf Artikel 42.7. des EU-Vertrags, die sogenannte
MehrTop Meldungen
Der Iran-Krieg und die stark gestiegenen Energiepreise bremsen die wirtschaftliche Erholung Deutschlands aus: Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre
MehrStrom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen hat im ersten Quartal vorläufigen Zahlen zufolge 53 Prozent des deutschen Stromverbrauchs gedeckt. Im Vergleich zum
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr mehr als halbiert. Die Erwartungen
Mehr














