Politik

Krankenversicherung: Warken kündigt Milliarden-Sparprogramm für den Sommer an

  • AFP - 11. Februar 2026, 16:22 Uhr
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Stethoskop und Blutdruckmesser in Arztpraxis
Bild: AFP

Bundesgesundheitsministerin Warken hat angesichts der massiven Defizite in der gesetzlichen Krankenversicherung ein milliardenschweres Sparpaket für den Sommer angekündigt. Sie bekräftigte ihr Ziel, die Beiträge für die Versicherten stabil zu halten.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat angesichts der enormen Defizite in der gesetzlichen Krankenversicherung ein milliardenschweres Sparpaket angekündigt. "Wir müssen für das nächste Jahr ein Defizit in zweistelliger Milliardenhöhe ausgleichen - deutlich mehr als im vergangenen Jahr", sagte Warken dem "Handelsblatt" nach Angaben vom Mittwoch. Sie bekräftigte dabei ihr Ziel, die Beiträge für die Versicherten stabil zu halten.

Grundlage für die Sparmaßnahmen sollen die Vorschläge einer von Warken eingesetzten Kommission sein, die bis Ende März ihre Empfehlungen vorlegen soll. "Dann wird es schnell gehen", kündigte die CDU-Ministerin an. "Im Sommer müssen wir mit dem Gesetz durchs Kabinett, damit die Maßnahmen im Herbst in die Berechnungen der Zusatzbeiträge eingepreist werden können."

Warken wollte sich nicht auf konkrete Maßnahmen festlegen. Wenn die Beiträge stabil bleiben sollen, blieben neben Effizienzsteigerungen und der anderweitigen Erhöhung der Einnahmen Leistungskürzungen als Sparmöglichkeit. Warken betonte dazu in der Zeitung, es werde mit ihr "bei den Leistungen keinen Kahlschlag" geben.

Den jüngsten SPD-Vorschlag, Mieteinnahmen und Kapitalerträge stärker zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung heranzuziehen, sah Warken unterdessen kritisch. "Der Vorschlag würde die Vorsorge über den Kapitalmarkt doppelt belasten", sagte sie dem "Handelsblatt. "Das kann doch nicht das Ziel sein."

Warken bekräftigte aber ihre Position, dass der Bund künftig stärker für die Beiträge von Bürgergeldempfängern aufkommen müsse. Bisher übernehmen diese beitragsfremden Leistungen die Krankenkassen. "Die gesetzlich Versicherten tragen damit die Kosten, die eigentlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind", sagte sie.

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