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Offenbar Botschafterwechsel in Tel Aviv und Moskau geplant

  • AFP - 11. Februar 2026, 14:48 Uhr
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Auswärtiges Amt in Berlin
Bild: AFP

Im diplomatischen Dienst der Bundesregierung stehen turnusgemäß im Sommer Personalwechsel in den Botschaften an - offenbar ist davon auch eine Reihe prestigeträchtiger Posten betroffen. Es geht um Neubesetzungen etwa in Tel Aviv, Moskau und Peking.

Im diplomatischen Dienst der Bundesregierung stehen turnusgemäß im Sommer Personalwechsel in den Botschaften an - offenbar ist davon auch eine Reihe prestigeträchtiger Posten betroffen. Wie der "Spiegel" und das Portal Table.Briefings berichteten, sollen elf Botschaften neu besetzt werden, darunter Tel Aviv, Moskau, Kiew und Peking. Das Auswärtige Amt wollte konkrete Pläne am Mittwoch nicht bestätigen und verwies lediglich auf den Beschluss eines "Tableaus" im Kabinett.

Den beiden Medien zufolge ist unter anderem geplant, dass der Diplomat Alexander Graf Lambsdorff von Moskau nach Israel wechselt, wo er den früheren Regierungssprecher Steffen Seibert ablöst, der wiederum in den regulären Ruhestand geht. Lambsdorffs Nachfolger in Moskau soll Clemens von Goetze werden, der aktuell Botschafter in Mexiko-Stadt ist. Er war zuvor bereits in Tokio, Peking und Tel Aviv im Einsatz.

Veränderungen gibt es demnach unter anderem auch in Chinas Hauptstadt Peking, in Brasiliens Hauptstadt Brasília und in Mexiko-Stadt. Heiko Thoms, früher Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, verlässt unterdessen bereits nach weniger als einem Jahr seinen Posten in Kiew und geht nach Madrid. Seine Nachfolge in Kiew ist laut "Spiegel" jedoch noch offen.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigte am Mittwoch in Berlin lediglich, dass das Kabinett auf Vorschlag von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ein Tableau beschlossen habe, das auch Änderungen "an zentralen Schlüsselpositionen" vorsehe. Zu konkreten Personalien oder Orten der betroffenen Auslandsvertretungen äußerte er sich aber nicht.

Der Sprecher begründete dies mit dem in diesen Fällen geltenden mehrstufigen Verfahren nach dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen: Es sieht vor, dass das jeweilige Gastland über die geplante Entsendung zunächst informiert wird und sein Einverständnis gibt. Erst dann entspreche es der "guten diplomatischen aber auch protokollarischen Praxis im diplomatischen Verkehr", die Personalien zu bestätigen.

Grundsätzlich wechselten jeden Sommer "zahlreiche Kolleginnen und Kollegen" ihre Posten im Ausland, betonte der Sprecher. Darunter sei auch eine Vielzahl von Leiterinnen und Leitern deutscher Auslandsvertretungen.

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