Brennpunkte

Gefahr in Spanien und Portugal durch Hochwasser und Überschwemmungen dauert an

  • AFP - 6. Februar 2026, 14:09 Uhr
Bild vergrößern: Gefahr in Spanien und Portugal durch Hochwasser und Überschwemmungen dauert an
Wasser läuft durch ein Haus in Grazalema
Bild: AFP

Trotz nachlassender Regenfälle nach dem Unwetter 'Leonardo' bleibt die Lage in Spanien und Portugal angespannt: Überschwemmungen, Hochwasser führende Flüsse und volle Stauseen geben Einwohnern und Behörden weiter Anlass zur Sorge.

Trotz nachlassender Regenfälle nach dem Unwetter "Leonardo" bleibt die Lage in Spanien und Portugal angespannt: Überschwemmungen, Hochwasser führende Flüsse und volle Stauseen gaben Einwohnern und Behörden am Freitag weiter Anlass zu großer Sorge. In der südspanischen Region Andalusien waren noch rund 8000 Menschen vorsorglich aus ihren Häusern evakuiert, darunter allein 1500 aus dem Gebirgsort Grazalema. Und ab Samstag wird in der Region das nächste Tief "Marta" mit heftigen Regenfällen erwartet.

"Uns machen die Flussläufe, die überschwemmten Gebiete und die 85 unterbrochenen Straßen Sorgen", erklärte der zuständige Regionalrat für Katastrophenfälle der Regierung von Andalusien, Antonio Sanz.  Die Region Andalusien ist von den Starkregenfällen infolge von "Leonardo" besonders betroffen. Im Gebiet von Grazalema in der Provinz Cádiz fiel nach Angaben der Behörden binnen 16 Stunden so viel Regen wie in Madrid im ganzen Jahr. Evakuierungen waren auch in Wohngebieten entlang des Flusses Guadalquivir in der Region von Córdoba nötig.

In Südspanien wurde weiter eine Frau vermisst, die ihren Hund aus einem reißenden Fluss retten wollte. In Portugal war ein Mann in seinem Auto von den Fluten fortgerissen worden und gestorben.

"Es handelt sich um eine zerstörerische Krise", hatte der portugiesische Regeriungschef Luis Montenegro am Donnerstag gesagt. Dennoch ging er davon aus, dass die Behinderungen bis zur zweiten Runde der Präsidentschaftswahl am Sonntag überwindbar seien. Nur in einem Ort, in Alcácer do Sal, wurde die Wahl wegen der Überschwemmungen bisher abgesagt.

In Porto im Norden des Landes wurde die Flussfahrt gestoppt. Dort trat der Fluss Douro über die Ufer, Terrassencafés am Fluss in der bei Touristen beliebten Stadt wurden überflutet. Auch der Bahnverkehr in Portugal war weiter teilweise unterbrochen. Weitere Opfer oder große Schäden gab es aber nicht. In der vergangenen Woche waren durch den Sturm "Kristin" in Portugal fünf Menschen durch Unwetter ums Leben gekommen und hunderte verletzt worden.

Im Zentrum von Portugal wurde die Warnstufe für Überschwemmungen durch den Fluß Tejo im Gebiet von Santarém nördlich von Lissabon auf die höchste Stufe Rot angehoben. Etwa 250 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, weitere 350 waren zuvor bereits in anderen Gebieten Portugals evakuiert worden. 

Ab Samstag erwarteten die Wetterdienste in Portugal und Spanien neue starke Regenfälle und Windböen. Der spanische Wetterdienst Aemet warnte vor weiteren Überschwemmungen und Erdrutschen, auch weil der Boden schon durch die vorherigen Regenfälle durchtränkt ist.

Die Iberische Halbinsel hat besonders unter dem Klimawandel zu leiden: Seit Jahren stöhnen die Menschen dort unter extremen, immer längeren Hitzewellen, auch schon vor Beginn des Sommers. Im Herbst und Winter folgen dann immer häufiger Starkregen und Überschwemmungen.

Weitere Meldungen

Identität von in Rheinland-Pfalz gefundenem Schädel aufgeklärt

Rund drei Monate nach dem Fund eines menschlichen Schädels in Worms in Rheinland-Pfalz haben Ermittler die Identität des Toten festgestellt. Bei ihm handelte es sich um einen

Mehr
Bauarbeiter bei Arbeitsunfall in Hessen tödlich von Lastwagen erfasst

Bei einem Arbeitsunfall auf einer Autobahn in Hessen ist ein Bauarbeiter tödlich von einem Lastwagen erfasst worden. Der Mann erlag seinen Verletzungen noch vor Ort, wie die

Mehr
Trump: US-Armee bleibt bis Einhaltung des "echten Abkommens" nahe Iran stationiert

Nach der Vereinbarung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump einen Verbleib der US-Armee in der Nähe des Iran bekanntgegeben. "Alle

Mehr

Top Meldungen

Verfassungsschutz warnt neue Rüstungsunternehmen vor Spionage

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Mehrere Verfassungsschutzbehörden warnen derzeit Firmen, die neu in die Rüstungsindustrie einsteigen wollen, vor drastischen

Mehr
Deutsche Produktion im Februar gesunken

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die reale Produktion im Produzierenden Gewerbe in Deutschland ist im Februar 2026 gegenüber Januar saison- und kalenderbereinigt um 0,3

Mehr
Deutsche Exporte im Februar gestiegen - Starkes Plus bei Ausfuhren in EU-Länder

Deutschlands Exporte sind im Februar gestiegen: Sie kletterten im Vergleich zum Vormonat um 3,6 Prozent auf einen Wert von 135,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in

Mehr