Brennpunkte

Ukrainischer Wetterdienst warnt vor Extremkälte von bis zu minus 30 Grad

  • AFP - 29. Januar 2026, 15:42 Uhr
Bild vergrößern: Ukrainischer Wetterdienst warnt vor Extremkälte von bis zu minus 30 Grad
Eis und Schnee in Kiew Mitte Januar
Bild: AFP

Inmitten ständiger russischer Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine wird in dem kriegszerstörten Land für die kommenden Tage extreme Winterkälte erwartet: Der ukrainische Wetterdienst warnte vor Temperaturen bis minus 30 Grad ab Sonntag.

Inmitten ständiger russischer Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine wird in dem kriegszerstörten Land für die kommenden Tage extreme Winterkälte erwartet: Der ukrainische Wetterdienst warnte am Donnerstag davor, dass die Temperaturen zwischen dem 1. und dem 3. Februar in einigen Landesteilen nachts auf bis zu minus 30 Grad absinken könnten. Die internationale Hilfsorganisation Help warnte angesichts der Extremkälte vor einer weiteren Eskalation der humanitären Lage.

Russland hatte zuletzt verstärkt das ukrainische Energienetz bombardiert, die örtlichen Behörden arbeiten fieberhaft daran, die Wärme- und Stromversorgung wiederherzustellen. Durch die Attacken waren im Januar zehntausende Haushalte immer wieder von der Stromversorgung abgeschnitten. In der Hauptstadt Kiew waren nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Beginn der Woche mehr als 900 Gebäude noch immer ohne Fernwärme. 

"Bereits jetzt sind in den Großstädten Millionen Menschen ohne Strom, Heizung und Warmwasser", erklärte Help-Landesdirektor Oleksandr Nowykow am Donnerstag. Durch einen erwarteten russischen Großangriff auf die noch verbleibende Energie-Infrastruktur könnte sich die humanitäre Situation ihm zufolge weiter verschärfen. Besonders betroffen sind demnach Großstädte wie die Hauptstadt Kiew, wo Help Winterhilfe in Form von Heizmaterialien, Notstromlösungen und warmen Mahlzeiten leistet.

Besonders für ältere Menschen, Kinder und Kranke würden Extremtemperaturen "zu einer lebensgefährlichen Bedrohung". Viele Menschen haben der Organisation zufolge aktuell keine Möglichkeit, ihre Wohnungen zu heizen. "Durch die Stromausfälle sind ältere oder kranke Menschen, die in hohen Stockwerken wohnen und auf den Aufzug angewiesen sind, beinahe vollständig von der Außenwelt und weiterer Versorgung abgeschnitten."

Weitere Meldungen

BVerwG: Bundesregierung muss mehr für den Klimaschutz tun

Leipzig (dts Nachrichtenagentur) - Das noch von der Ampelregierung beschlossene Klimaschutzprogramm 2023 muss von der aktuellen Bundesregierung um weitere Maßnahmen ergänzt

Mehr
Streit über Textpassagen: Bundesgerichtshof verhandelt erneut über Kohl-Buch

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat sich am Donnerstag erneut mit einem umstrittenen Buch über den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl befasst. Die Witwe Maike

Mehr
Kallas: EU stuft Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation ein

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die sogenannten "Revolutionsgarden" des Iran kommen auf die Terrorliste der EU. Das hat die EU-Außenbeauftragte, Kaja Kallas, am Donnerstag

Mehr

Top Meldungen

"Noch hartes Stück Arbeit": Bahn setzt Tarifverhandlungen mit GDL im Februar fort

Nach zweitägigen Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn (DB) und der Lokführergesellschaft GDL sieht DB-Personalvorstand Martin Seiler "noch ein hartes Stück Arbeit"

Mehr
Grönlands Wirtschaftsministerin: Keine Rahmenvereinbarung mit USA

Nuuk (dts Nachrichtenagentur) - Grönlands Wirtschaftsministerin Naaja Nathanielsen hat den Darstellungen von US-Präsident Donald Trump zu einer konkreten Rahmenvereinbarung, die

Mehr
Jobportal: Unternehmen schreiben immer mehr Teilzeitstellen aus

Der hohe Anteil an Beschäftigten in Teilzeit in Deutschland geht nach Daten des Jobportals Indeed zu einem großen Teil von den Unternehmen selbst aus. Das Angebot an

Mehr