Wirtschaft

Branche warnt: 2030-Ziel bei Offshore-Windenergie wird verfehlt

  • AFP - 27. Januar 2026, 14:55 Uhr
Bild vergrößern: Branche warnt: 2030-Ziel bei Offshore-Windenergie wird verfehlt
Offshore-Windräder
Bild: AFP

Deutschland hinkt beim Ausbau der Offshore-Windenergie hinterher. Das Ziel, bis 2030 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 30 Gigawatt zu installieren, ist mittlerweile nicht mehr erreichbar.

Deutschland hinkt beim Ausbau der Windenergie auf See hinterher: Das Ziel, bis 2030 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 30 Gigawatt (GW) zu installieren, ist mittlerweile nicht mehr erreichbar, wie die Branchenverbände der deutschen Offshore-Windindustrie am Dienstag mitteilten. Aktuellen Prognosen zufolge dürften bis dahin gerade einmal rund 20 GW Offshore-Windenergieleistung am Netz sein. Die Ergebnisse des Nordsee-Gipfels in Hamburg vom Montag stimmen die Branche jedoch hoffnungsvoll.

Den Angaben zufolge gingen im vergangenen Jahr 41 neue Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 518 Megawatt ans Netz. In Summe waren in Deutschland damit zum Ende des vergangenen Jahres 1680 Anlagen mit einer Leistung von 9,74 GW installiert. Das Ziel von 30 GW könne ab 2032 erreicht werden, erklärten die Branchenverbände.

Der Zubau 2025 sei insbesondere wegen "einer gescheiterten Ausschreibungsrunde im August" verhalten gewesen. Bereits im Juni hatte es bei der Ausschreibung für den Bau neuer Windparks vor Deutschlands Küsten deutlich weniger Gebote gegeben, im August blieben sie dann gänzlich aus. Ausgeschrieben waren damals Flächen mit einem Volumen von insgesamt 2,5 GW. Im Juni 2026 sollen diese Flächen nun erneut ausgeschrieben werden.

"Wenn Ausschreibungen scheitern und fertiggestellte Windparks nicht wie geplant ans Netz gehen, ist das mehr als ein Warnsignal", erklärte Hans Sohn vom Bundesverband Windenergie Offshore (BWO). Die Branche fordert demnach unter anderem eine Reform der Ausschreibungsregeln. Diese seien zu sehr auf "Erlösmaximierung für den Staat" ausgerichtet. "Es braucht jetzt einen echten Neustart", forderte Sohn.

Ein positives Signal sieht der BWO im Nordsee-Gipfel, den die Bundesregierung am Sonntag und Montag in Hamburg ausgerichtet hatte. Dort seien "die aktuellen Herausforderungen klar benannt" worden. Nun müsse die Politik handeln.

Weitere Meldungen

Veggie-Branche erwartet 250 Millionen Euro Kosten bei Namensverbot

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Lobby- und Branchenverband Balpro beziffert die finanziellen Auswirkungen eines drohenden Namensverbots für Fleischalternativen auf einen

Mehr
KfW-Studie: Strom aus Wind und Sonne ergänzen sich sehr gut

Die Kombination der Stromerzeugung aus Wind und Sonne funktioniert in Deutschland einer Untersuchung der Förderbank KfW zufolge sehr gut. "Die höchste Sonnenausbeute gibt es an

Mehr
VW und Mercedes begrüßen Handelsabkommen mit Indien

Wolfsburg/Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Die Chefs von VW und Mercedes, Oliver Blume und Ola Källenius, begrüßen das Handelsabkommen zwischen Indien und der EU, das auch

Mehr

Top Meldungen

Fahimi unterstützt Vorschläge der Sozialstaatskommission

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Vorschläge der Regierungskommission zur Reform des Sozialstaats erhalten Unterstützung von den Gewerkschaften. Es sei gut, dass sich die

Mehr
Klingbeil ruft Ressorts für Etat 2027 zu striktem Sparkurs auf

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) schwört seine Kabinettskollegen auf einen strikten Sparkurs ein. Das geht aus dem

Mehr
Bahnchefin will an Konzernspitze 500 Millionen Euro jährlich sparen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die seit Anfang Oktober amtierende Bahn-Vorstandschefin Evelyn Palla macht ernst mit ihrem angekündigten Sanierungskurs. In der Konzernleitung

Mehr