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Dänemark baut Militärpräsenz auf Grönland weiter aus

  • AFP - 21. Januar 2026, 20:17 Uhr
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Grönländische Flagge in Nuuk
Bild: AFP

Angesichts des von US-Präsident Donald Trump erhobenen Besitzanspruchs auf Grönland baut die dänische Armee ihre Präsenz auf der zu Dänemark gehörenden Arktisinsel weiter aus.

Angesichts des von US-Präsident Donald Trump erhobenen Besitzanspruchs auf Grönland baut die dänische Armee ihre Präsenz auf der zu Dänemark gehörenden Arktisinsel weiter aus. "Zum ersten Mal wurden Spezialisten des Jaegerkorpset in den rauesten Gebieten Grönlands an der Küste von Blosseville stationiert", teilte das dänische Arktiskommando am Mittwoch unter Verweis auf eine Spezialeinheit des dänischen Heeres mit. Ziel des Einsatzes sei "die Stärkung der Präsenz in der Arktis". 

Zudem habe sich die dänische Fregatte "Peter Willemoes" dem Manöver "Arctic Endurance" angeschlossen, das in der vergangenen Woche in Grönland begonnen hatte. Nach Angaben des Arktiskommandos ist zudem die französische Fregatte "Bretagne" gemeinsam mit dem dänischen Schiff "Thetis" im Nordatlantik unterwegs. Die französische Armee hatte angekündigt, die "Bretagne" in den Nordatlantik zu entsenden, um "die Lage in einem strategisch wichtigen und anspruchsvollen Gebiet zu beurteilen". 

Laut der französischen Armee handelt es sich bei der Entsendung der "Bretagne" um einen "regulären Beitrag der französischen Marine zur Sicherheit der gemeinsamen Seegebiete". 

Nach Trumps Drohung, Grönland "auf die eine oder andere Weise" einzunehmen, hatten in der vergangenen Woche acht europäische Länder mehrere Dutzend Soldaten auf die Insel entsandt, darunter auch Angehörige der Bundeswehr - offiziell, um dort das Manöver "Arctic Endurance" vorzubereiten. Einige sind inzwischen wieder abgereist, während andere weiterhin eintreffen. Sloweniens Verteidigungsminister Borut Sajovic teilte am Mittwoch mit, zwei slowenische Offiziere würden am Wochenende nach Grönland reisen. 

Den acht Ländern, die Soldaten nach Grönland entsandt hatten, hatte Trump mit der Verhängung von Strafzöllen gedroht. Bei einer Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos hatte er den Einsatz militärischer Gewalt zur Übernahme der Insel ausgeschlossen, zugleich aber den sofortigen Beginn von Verhandlungen zum "Kauf" Grönlands durch die USA gefordert.

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