Nach der Besuchsabsage von Syriens Präsident Ahmed al-Scharaa erhält Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seine Einladung aufrecht. Die Einladung nach Deutschland sei "durch die wohl notwendige Absage von gestern nicht aufgehoben - sie besteht fort", sagte Merz am Montag in Berlin. "Syrien ist ein großes wichtiges Land im Mittleren Osten - ein Land, von dem aus viel Wohlstand und Frieden für die gesamte Region ausgehen könnte", sagte Merz. "Deswegen habe ich den Präsidenten auch nach Deutschland eingeladen."
Der Kanzler verwies darauf, dass immer noch rund eine Million syrische Flüchtlinge in Deutschland leben. Viele von ihnen würden nach Syrien zurückkehren, "wenn die Bedingungen erfüllt sind", sagte er. "Insofern haben wir auch ein eigenes Interesse daran, dass dieses Land zur Ruhe kommt, dass dort Frieden herrscht und dass dort auch ein gutes Miteinander der unterschiedlichen Gruppen in der Bevölkerung ermöglicht wird."
Als "ermutigendes Zeichen" wertete Merz die am Sonntag bekannt gegebene Waffenstillstands-Vereinbarung zwischen der syrischen Regierung und kurdischen Kämpfern. Es werde aber "sicherlich noch viel Arbeit zu leisten" sein, fügte der Kanzler hinzu. Eigentlich hatte al-Scharaa am Montag nach Berlin reisen sollen, für Dienstag waren politische Gespräche geplant. Am Sonntag sagte der syrische Regierung den Besuch aber ab.
Bei ihrer Offensive im Norden und Osten des Landes hatten syrische Regierungstruppen in den vergangenen Tagen kurdische Kämpfer aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben, darunter die nordsyrische Großstadt Aleppo.
Politik
Merz erhält Einladung an al-Scharaa nach Besuchsabsage aufrecht
- AFP - 19. Januar 2026, 14:49 Uhr
Nach der Besuchsbsage von Syriens Präsident Ahmed al-Scharaa hält Bundeskanzler Merz (CDU) an seiner Einladung fest. Seine Einladung sei 'durch die wohl notwendige Absage von gestern nicht aufgehoben - sie besteht fort'.
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