Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, kritisiert den Vorschlag des designierten Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), Leistungsempfänger zu einem sozialen Dienst zu verpflichten.
Der Vorstoß sei "ein weiterer Tiefpunkt in der Debatte um die neue Grundsicherung", sagte Reichinnek dem "Tagesspiegel". Sie wirft dem CDU-Politiker vor, an eine Politik anzuknüpfen, die schon unter Amtsinhaber Reiner Haseloff (CDU) zu spalten gedroht habe.
Die Linken-Politikerin warnt, dass Zwangsdienste reguläre Arbeitsplätze verdrängen würden, etwa in der Straßenreinigung, der Grünflächenpflege oder im sozialen Bereich. "Es gibt danach nicht weniger, sondern noch mehr Arbeitslose", sagte Reichinnek.
Auch arbeitsmarktpolitisch seien Sanktionen der falsche Weg: "Mehr Zwang führt nicht zu einer dauerhaften Rückkehr in den regulären Arbeitsmarkt." Stattdessen würden Menschen in "schlecht bezahlte Jobs mit schlechten Bedingungen gedrängt, die sie genauso schnell wieder aufgeben müssen". Reichinnek wirft Schulze vor, zentrale Probleme auszublenden. "Er weiß ganz genau, dass es längst nicht genug offene Stellen gibt."
Anstatt Sündenböcke zu markieren, brauche es eine aktive Wirtschaftspolitik, Zukunftsinvestitionen und bessere Weiterbildungsangebote für Arbeitssuchende. "Niemand hat auch nur einen Cent mehr, wenn es den Ärmsten noch schlechter geht", sagte sie. Die Regierung müsse "das Leben für die Mehrheit endlich bezahlbar machen", fordert die Linken-Politikerin.
Wirtschaft
Arbeitspflicht: Reichinnek weist Vorschlag von Schulze zurück
- dts - 16. Januar 2026, 14:04 Uhr
.
Weitere Meldungen
Brasilia (dts Nachrichtenagentur) - Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat das Freihandelsabkommen zwischen den Mercosur-Staaten und der Europäischen Union, das am
MehrDeutschland und die Europäische Union haben sich im Grundsatz zu Ausschreibungen für neue Kraftwerke geeinigt. Die EU-Kommission beabsichtige, "diese Maßnahmen so bald wie
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Linkspartei hat den Einstieg des Bundes bei Tennet begrüßt und gleichzeitig für eine vollständige Übernahme des Netzbetreibers
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Dennis Radtke, Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, appelliert an seine Partei, in Sachen Erbschaftssteuer umzudenken. "Es
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) drängt die schwarz-rote Koalition, die im November versprochene Senkung der
MehrWiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im November 2025 wurde in Deutschland der Bau von 20.100 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte,
Mehr














