Wegen großangelegten Betrugs bei der Abrechnung von Coronatests ist ein 27-Jähriger in Hannover zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht in der niedersächsischen Landeshauptstadt sah es nach Angaben von Dienstagabend als belegt an, dass er im Pandemiejahr 2022 für mehrere Teststationen eine "weit überhöhte Anzahl" von Tests abgerechnet hatte. In dem Fall ging es insgesamt um fast 97.000 Tests sowie rund 970.000 Euro.
Das Gericht ordnete zugleich die Einziehung des gesamten Betrags an, das Urteil ist aber nicht rechtskräftig. Laut Anklage hatte der Mann stationäre und mobile Teststationen unter anderem in Hannover, Ledeburg und Laatzen betrieben. Gegenüber der kassenärztlichen Vereinigung rechnete er von März bis Oktober 2022 in acht Fällen massenhaft angebliche Tests ab. Er erhielt demnach 968.333 Euro, davon mindestens 877.058 Euro zu Unrecht.
Laut Gericht gestand der Mann, das Urteil fiel wegen Betrugs in acht Fällen. Das Gericht blieb etwas unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf zwei Jahre und neun Monate Haft plädiert hatte. Die Verteidigung sprach sich für eine Bewährungsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren aus.
Brennpunkte
Massenhafter Betrug mit Coronatests: Mehr als zweieinhalb Jahre Haft in Hannover
- AFP - 14. Januar 2026, 09:57 Uhr
Wegen großangelegten Betrugs bei der Abrechnung von Coronatests ist ein 27-Jähriger in Hannover zu zwei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt worden. Es ging in dem Fall um mehrere zehntausend Tests und eine Gesamtsumme von fast 970.000 Euro.
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