Technologie

USA ermöglichen mehr Nvidia-Exporte nach China - doch Nachfrage fraglich

  • AFP - 14. Januar 2026, 08:29 Uhr
Bild vergrößern: USA ermöglichen mehr Nvidia-Exporte nach China - doch Nachfrage fraglich
Nvidia-Chef Jensen Huang
Bild: AFP

Die USA ermöglichen dem Chip-Entwickler Nvidia nun auch den Export von Hochleistungschips nach China. Das Handelsministerium in Washington stellte am Dienstag die Exportprüfung um, über Ausfuhranträge wird nun von Fall zu Fall entschieden.

Die USA ermöglichen dem Chip-Entwickler Nvidia nun auch den Export von Hochleistungschips nach China. Das Handelsministerium in Washington stellte am Dienstag die Exportprüfung um, über Ausfuhranträge wird nun von Fall zu Fall entschieden. Allerdings gilt mittlerweile als fraglich, ob die Nachfrage nach den Halbleitern in China tatsächlich noch so groß ist.

US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember eine Vereinbarung mit Chinas Staatschef Xi Jinping erzielt, wonach Nvidia-Chips der Serie H200 unter bestimmten Bedingungen künftig nach China verkauft werden dürfen. Trumps Vorgänger Joe Biden hatte die Ausfuhren dieser Hochleistungschips, die für KI-Anwendungen oder in der Rüstungsindustrie eingesetzt werden, stark eingeschränkt. Ziel war es den USA den technologischen Vorsprung im wichtigen KI-Sektor zu sichern und Peking daran zu hindern, bestimmte militärische Anwendungen zu entwickeln.

Unter Trump wurden zeitweise noch härtere Restriktionen eingeführt und Nvidia durfte auch einen speziell für den chinesischen Markt entwickelten Chipsatz nicht mehr nach dort verkaufen. Dann kam die Kehrtwende: Auch H200-Exporte sind nun möglich - unter bestimmten Voraussetzungen, etwa muss die "ausreichende" Versorgung in den USA gegeben sein. Zudem gehen laut Trump 25 Prozent der Einnahmen an die US-Regierung.

Allerdings haben eine Reihe chinesischer Firmen mittlerweile eigene Hochleistungschips entwickelt und Peking ermutigt eigene Unternehmen, eher einheimische Produkte zu verwenden. Das Nachrichtenportal The Information berichtete, die chinesischen Behörden würden den Import von H200-Chips nur unter besonderen Umständen genehmigen, etwa für Labore oder Universitäten.

Weitere Meldungen

Bodenschätze: Norwegisches Vorkommen an Seltenen Erden deutlich größer als gedacht

In Norwegen gibt es ein deutlich größeres Vorkommen an Seltenen Erden als bislang gedacht: Das Vorkommen Fensfeltet rund 150 Kilometer südwestlich von Oslo umfasse nicht wie

Mehr
Nvidia übertrifft dank ungebremster KI-Nachfrage Markterwartungen mit Rekordumsatz

Die ungebrochene Nachfrage nach Mikrochips für Künstliche Intelligenz (KI) hat dem US-Technologieriesen Nvidia einen Rekordumsatz beschert und die ohnehin hohen Erwartungen der

Mehr
Nvidia verzeichnet Rekordumsatz im vierten Quartal - Markterwartungen übertroffen

Der US-Technologieriese Nvidia hat im vierten Quartal einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar (57,6 Milliarden Euro) verzeichnet und dabei die Markterwartungen deutlich

Mehr

Top Meldungen

Biontech-Gründer ziehen sich zurück und starten neues Unternehmen

Mainz (dts Nachrichtenagentur) - Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci geben ihre Führungs- und Vorstandsposten bei Biontech Ende 2026 ab und gründen ein neues

Mehr
Neobroker drängen ETF-Anbieter zu Bestandsprovisionen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das ETF-Depot war lange eine provisionsfreie Zone, nun wollen Neobroker offenbar an den Gebühren der ETF-Anbieter mitverdienen. Die

Mehr
Steigende Beiträge: GKV-Spitzenverband fordert rasche Reformen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach der Ankündigung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die Zusatzbeiträge stabil halten zu wollen, hat der GKV-Spitzenverband

Mehr