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Bodenschätze: Norwegisches Vorkommen an Seltenen Erden deutlich größer als gedacht

  • AFP - 3. März 2026, 12:43 Uhr
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In Norwegen nahe Ulefoss sollen Seltene Erden gefördert werden
Bild: AFP

In Norwegen gibt es ein deutlich größeres Vorkommen an Seltenen Erden als bislang gedacht: Das Vorkommen Fensfeltet umfasse nicht wie anfangs angenommen 8,8 Millionen Tonnen Seltene Erdoxide, sondern 15,9 Millionen Tonnen, teilte Rare Earths Norway mit.

In Norwegen gibt es ein deutlich größeres Vorkommen an Seltenen Erden als bislang gedacht: Das Vorkommen Fensfeltet rund 150 Kilometer südwestlich von Oslo umfasse nicht wie anfangs angenommen 8,8 Millionen Tonnen Seltene Erdoxide, sondern 15,9 Millionen Tonnen, teilte das Unternehmen Rare Earths Norway (REN), das die Abbaurechte besitzt, am Dienstag mit. Bevor die Förderung allerdings beginnen kann, muss das Projekt noch Umweltauflagen erfüllen.

Bislang wird der weltweite Markt für Seltene Erden vor allem von China dominiert. Zugleich sind die Metalle für zahlreiche Hightechprodukte unverzichtbar. So wurden laut REN bei Analysen neuer Proben aus Fensfeltet große Mengen an Neodym und Praseodym bestätigt - Elemente, die etwa in Permanentmagneten in den Motoren von Elektroautos verwendet werden, aber beispielsweise auch in der Rüstungsindustrie.

Die Europäische Union hat Seltene Erden deshalb als kritische Rohstoffe eingestuft. "Wir gehen davon aus, dass die deutliche Erhöhung der Ressourcenschätzung das Projekt von Rare Earths Norway für Norwegen und die EU strategisch noch bedeutsamer machen wird und dass die Behörden entschlossen handeln werden", erklärte REN-Chef Alf Reistad am Dienstag.

Die erhöhte Schätzung kommt indes zu einem Zeitpunkt, an dem die Pläne für die Gewinnung auch auf Bedenken mit Blick auf die Umwelt stoßen. Zwar beabsichtigen die Betreiber, eine unterirdische Mine zu errichten. Allerdings liegt die Lagerstätte in einem Gebiet mit artenreichen Ökosystemen und Urwäldern, weshalb das Projekt noch eine Reihe von Auflagen erfüllen müsste. REN peilt derzeit an, mit dem Abbau in der ersten Hälfte der 2030er Jahre zu beginnen.

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