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US-Vertreter: Venezuela hat mit Freilassung von inhaftierten US-Bürgern begonnen

  • AFP - 14. Januar 2026, 05:11 Uhr
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Mahnwache für politische Gefangene in Caracas
Bild: AFP

Die Behörden in Venezuela haben nach Angaben eines Vertreters des US-Außenministeriums mit der Freilassung von inhaftierten US-Bürgern begonnen. Wie viele US-Bürger freigelassen wurden, blieb zunächst unklar.

Die Behörden in Venezuela haben nach Angaben eines Vertreters des US-Außenministeriums mit der Freilassung von inhaftierten US-Bürgern begonnen. "Wir begrüßen die Freilassung inhaftierter Amerikaner in Venezuela", erklärte der US-Vertreter am Dienstag (Ortszeit). "Das ist ein wichtiger Schritt der Übergangsbehörden in die richtige Richtung", fügte er hinzu. Wie viele US-Bürger freigelassen wurden, blieb zunächst unklar.

Die Freilassung politischer Gefangener in Venezuela hatte am vergangenen Donnerstag begonnen. Zuletzt ließen die Behörden in dem südamerikanischen Land inhaftierte Spanier und Italiener frei.

Die Freilassungen erfolgen auf Druck von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte nach der Gefangennahme des linksnationalistischen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro bei einem US-Militärangriff auf Venezuela am 3. Januar verkündet, nun selber "die Kontrolle" über das südamerikanische Land auszuüben. 

Viele Familien warten derzeit vor venezolanischen Gefängnissen auf die Freilassung ihrer Angehörigen. Nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen sind in dem Land zwischen 800 und 1200 Menschen aus politischen Gründen inhaftiert. Noch Ende des vergangenen Jahres waren unter der Regierung Maduros mehrere Oppositionelle inhaftiert worden.

Die Venezolanerinnen und Venezolaner gewannen zudem eine weitere Freiheit: Die Möglichkeit, den Onlinedienst X zu nutzen. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, war X erstmals seit einer Sperre im Jahr 2024 in Venezuela wieder zugänglich. AFP-Reportern zufolge war der Zugang jedoch nur mit bestimmten Anbietern möglich, während er mit anderen Anbietern weiterhin gesperrt war.

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez äußerte sich prompt in dem Onlinedienst. "Wir nehmen auf diesem Weg wieder Kontakt auf", erklärte sie. "Bleiben wir vereint, streben wir nach wirtschaftlicher Stabilität, sozialer Gerechtigkeit und dem Wohlfahrtsstaat, den wir verdienen!", fügte Maduros Stellvertreterin hinzu.

Maduro hatte den Onlinedienst nach Kritik an seiner umstrittenen Wiederwahl im Juli 2024 sperren lassen. Nach der Präsidentschaftswahl war er zum Sieger erklärt worden, obwohl die Opposition Ergebnisse veröffentlichte, wonach ihr Kandidat die Wahl deutlich gewonnen hatte. Dies löste Massenproteste aus.

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