Das iranische Außenministerium hat vor dem Hintergrund der Proteste im Iran die diplomatischen Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens einbestellt. Die Botschafter oder Geschäftsträger seien am Montagmorgen von den iranischen Behörden wegen der von ihren Regierungen öffentlich geäußerten Unterstützung für die iranischen Demonstranten einbestellt worden, berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf eine Erklärung des iranischen Außenministeriums. Teheran forderte die Regierungen der vier europäischen Länder demnach auf, ihre "offiziellen Erklärungen zur Unterstützung der Demonstranten zurückzuziehen".
"Wir bestätigen die Einbestellung europäischer Botschafter", teilte das französische Außenministerium der Nachrichtenagentur AFP mit. Das Auswärtige Amt in Berlin gab auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme ab.
Die Proteste im Iran hatten vor zwei Wochen begonnen und richteten sich zunächst gegen die wirtschaftliche Lage. Inzwischen weiteten sie sich zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran aus. Aktivisten zufolge wurden bis Sonntag mindestens 192 Menschen bei den Protesten getötet. Unbestätigte Berichte deuteten aber auf eine deutlich höhere Opferzahl hin, einigen Quellen zufolge gibt es bereits mehr als 2000 Todesopfer.Â
Politik
Iran bestellt Gesandte Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens ein
- AFP - 12. Januar 2026, 16:54 Uhr
Das iranische Außenministerium hat vor dem Hintergrund der Proteste im Iran die diplomatischen Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens einbestellt. Teheran protestierte damit gegen die Erklärungen der Länder 'zur Unterstützung der Demonstranten', wie das Staatsfernsehen berichtete.
Weitere Meldungen
Nach der vorübergehenden Festnahme mehrerer Ukrainer durch ungarische Behörden vor dem Hintergrund eines Streits um eine Öl-Pipeline hat Ungarn die festgenommenen
MehrDer von US-Präsident Donald Trump vehement attackierte spanische Regierungschef Pedro Sánchez hat seine Kritik am US-israelischen Krieg gegen den Iran bekräftigt. Dieser Krieg
MehrDie weltweite Erwärmung hat sich seit 2015 massiv beschleunigt. Das ist das Ergebnis einer am Freitag veröffentlichten neuen Studie des Potsdam-Instituts für
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts zunehmender Aggression in Zügen und Bussen droht der Deutschen Bahn eine massive Personalflucht. Laut einer EVG-Umfrage unter ihren
MehrBayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht sich dafür aus, die Erdgasförderung in Deutschland voranzutreiben. Der aktuelle Konflikt im Nahen Osten belege die
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bezeichnet die Einigung der EU-Staaten auf das europäische Pharmapaket als wichtigen Schritt zur
Mehr














