Brennpunkte

Wintersturm: Atomreaktor in Flamanville vom Netz genommen

  • AFP - 9. Januar 2026, 16:06 Uhr
Bild vergrößern: Wintersturm: Atomreaktor in Flamanville vom Netz genommen
Flamanville
Bild: AFP

Wegen des über Europa hinwegfegenden Wintersturms hat der französische Stromkonzern EDF den EPR-Atomreaktor im nordfranzösischen Flamanville vom Netz genommen. In der Nacht zu Freitag sei eine externe Hochspannungsleitung ausgefallen, teilte EDF mit.

Wegen des über Europa hinwegfegenden Wintersturms hat der französische Stromkonzern EDF den EPR-Atomreaktor im nordfranzösischen Flamanville vom Netz genommen. In der Nacht zu Freitag sei eine externe Hochspannungsleitung ausgefallen, teilte EDF mit. Die genauen Umstände würden noch geklärt. "Die technische Situation ist eindeutig auf den Sturm zurückzuführen", sagte ein Unternehmenssprecher. Windböen hatten in der nordfranzösischen Normandie in der Nacht bis zu 200 Stundenkilometern erreicht. 

Das Atomkraftwerk Flamanville, das neben dem neuen Druckwasserreaktor zwei ältere Atomreaktoren umfasst, liegt auf der Halbinsel Cotentin direkt an der Küste des Ärmelkanals. Einer der konventionellen Reaktoren wurde ebenfalls vom Netz genommen, der andere ist derzeit wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet. 

Der EPR-Reaktor Flamanville 3 war mit zwölf Jahren Verspätung im Dezember 2024 ans Netz gegangen und hatte im vergangenen Dezember erstmals seine volle Kapazität erreicht. Er ist mit 1600 Megawatt der mächtigste Atomreaktor Frankreichs und soll zwei Millionen Haushalte mit Strom versorgen können. 

Der schwere Wintersturms "Goretti" - der in Deutschland "Elli" heißt - hatte am Freitag zudem zu Stromausfällen für etwa 380.000 Haushalten geführt, vor allem in Nord- und Westfrankreich. An der Küste des Ärmelkanals war die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen worden. 

Weitere Meldungen

Nach US-Angriff auf Venezuela: Trump fordert Chefs von Ölkonzernen zu Investitionen auf

Nach dem Angriff der USA auf Venezuela hat US-Präsident Donald Trump Ölkonzerne seines Landes zu Investitionen in die Reserven des südamerikanischen Landes aufgerufen. Trump

Mehr
Trump droht mit Übernahme Grönlands auf "einfache Art" oder "harte Art"

US-Präsident Donald Trump hat erneut mit dem Einsatz von Gewalt zur Übernahme Grönlands von Dänemark gedroht. "Wir werden wegen Grönland etwas unternehmen, ob es ihnen

Mehr
Brandkatastrophe in der Schweiz: Bar-Betreiberin bittet um Entschuldigung

Gut eine Woche nach der verheerenden Brandkatastrophe bei einer Silvester-Party im Schweizer Skiort Crans-Montana hat sich die Mitbetreiberin der Unglücksbar erstmals öffentlich

Mehr

Top Meldungen

Innenminister wollen Schutz kritischer Infrastruktur ausbauen

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - Als Reaktion auf den Anschlag auf die Berliner Stromversorgung fordern Bund und Länder ein robusteres Vorgehen gegen linke Gewalttäter und

Mehr
Mercosur: Von der Leyen erwartet Ausfuhr-Plus von 50 Milliarden Euro

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) erwartet, dass insbesondere Deutschland vom Mercosur-Abkommen mit Südamerika profitieren

Mehr
Bericht: Brüssel will Reiche weniger neue Gaskraftwerke genehmigen

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die EU-Kommission will offenbar deutlich weniger neue Gaskraftwerke genehmigen, als von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU)

Mehr