Motor

Norton Atlas und Atlas GT - Kurs auf neue Horizonte

  • Mario Hommen/SP-X - 27. November 2025, 12:40 Uhr

Die Traditionsmarke Norton meldet sich mit einer Reiseenduro zurück, die auf Technik, Stil und Abenteuerlust setzt. Zwei Varianten sind geplant.

SP-X/Solihull. Die Traditionsmarke Norton bereitet den Neustart mit zwei komplett neuen Modellfamilien vor. Neben zwei sportlichen Straßenmaschinen haben die Briten die Reiseenduro Atlas in zwei Varianten vorgestellt.

Basis der hochbeinigen Atlas ist ein Stahlrohrrahmen, in dem ein neu entwickelter Zweizylinder-Reihenmotor mit 585 Kubikzentimetern arbeitet. Ein 270-Grad-Hubzapfenversatz verspricht kernigen Sound und eine charakterstarke Leistungsentfaltung. Konkrete Werte nennt Norton noch nicht, doch erscheinen angesichts der Eckdaten rund 70 bis 80 PS realistisch – ein Niveau, das gut zur mittleren Adventure-Klasse passt und kerniges Drehmoment statt Höchstleistung verspricht.

Geplant sind zwei Varianten: eine Enduro-Version mit Speichenrädern sowie die straßenorientierte GT mit Gussfelgen. Während die Offroad-Ausführung auf ein 19-Zoll-Vorderrad, 17 Zoll hinten und langhubige Federelemente setzt, rollt die GT rundum auf 17-Zoll-Rädern mit Straßenbereifung. So soll die Atlas gleichermaßen kurvenreiche Landstraßen wie schmale Trails souverän meistern.

Für die Fahrassistenz zeichnet eine 6-Achsen-IMU verantwortlich, die Schräglageninformationen für ABS, Traktions- und Slide-Kontrolle liefert. Ergänzt wird das Paket unter anderem durch Launch- und Wheelie-Control sowie eine Berganfahrhilfe. Features wie Kurven-Tempomat, Quickshifter und Heizgriffe sollen für Komfort auf lange Touren sorgen.

Das Cockpit wartet mit schlüssellosem Zugang, zentralem Startknopf und einem großen 8-Zoll-TFT-Touchscreen auf, der Navigation, Mediensteuerung und App-Integration erlaubt. Ein USB-C-Port versorgt Smartphones mit Energie. Auffällig sind die zwei LED-Projektionsscheinwerfer in der Front sowie das durchgehende Tagfahrlicht, zusätzlich gibt es Kurven- und Bodenlichter.

Der Marktstart wird frühestens 2026 erwartet. Seit der Übernahme durch den indischen TVS-Konzern arbeitet Norton an einem internationalen Händlernetz und einem breiter aufgestellten Portfolio – flankiert von den Schwestermodellen Manx und der über 200 PS starken Manx R. Preise für starken Manx-Modelle wie die Atlas bleiben vorerst offen. Als Premiumanbieter dürfte Norton jedoch ein klares fünfstelliges Niveau anpeilen – und sich damit deutlich von preisaggressiven Wettbewerbern aus China wie etwa der neuen Benelli TRK 602 abheben.

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