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Nur ein Überlebender nach Absturz von ukrainischem Militärflugzeug

  • AFP - 26. September 2020, 15:13 Uhr
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Militärangehörige an der Absturzstelle
Bild: AFP

Nach dem Absturz eines Militärmaschine im Osten der Ukraine hat sich die Zahl der Todesopfer auf 26 erhöht. 'Die Ukraine hat 26 ihrer Söhne verloren', erklärte der Präsident des Landes, Wolodymyr Selenskyj, am Samstag auf Facebook und rief einen nationalen Tag der Trauer aus.

Einer der 27 Insassen hat den Absturz einer Militärmaschine im Osten der Ukraine überlebt. Der Militärangehörige erlitt nach Angaben des behandelnden Krankenhauses vom Samstag eine Gehirnerschütterung, befand sich aber nicht in Lebensgefahr. Ein zweiter Überlebender des Absturzes war nach Angaben des Gesundheitsministeriums zuvor seinen Verletzungen erlegen.

Die Transportmaschine des Typs Antonow-26 war am Freitag bei einem Ausbildungsflug abgestürzt. An Bord waren nach Angaben der ukrainischen Behörden sieben Besatzungsmitglieder und 20 Studenten einer Hochschule der Luftwaffe. Die Kadetten waren demnach nicht an der Steuerung der Maschine beteiligt. Die Nachforschungen zur Unfallursache dauerten an.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj besuchte am Samstag die Absturzstelle. "Die Ukraine hat 26 ihrer Söhne verloren", erklärte er anschließend auf Facebook und rief einen nationalen Tag der Trauer aus. Selenskyj forderte eine "objektive" Untersuchung der Absturzursache.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe war die Maschine beim Anflug auf die Landebahn in Tschuhujiw in der Region Charkiw abgestürzt. Laut dem Sicherheitsdienst SBU soll der Pilot wenige Minuten zuvor einen Triebwerksausfall gemeldet haben. Verteidigungsminister Andrej Taran sagte, vermutlich habe eine Tragfläche den Boden geschrammt, und daraufhin habe die Antonow Feuer gefangen.

In den vergangenen Jahren hatte es bereits mehrere Abstürze ukrainischer Militärflugzeuge bei Trainingsflügen gegeben. Die jetzige Unglücksmaschine war nach Angaben von Verteidigungsminister Taran Baujahr 1977 aber in gutem Zustand.

Eine Reihe ausländischer Staats- und Regierungsvertreter, darunter Polens Präsident Andrzej Duda, Kanadas Premierminister Justin Trudeau und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sprachen der Ukraine ihre Anteilnahme aus.

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