Finanzen

Union kritisiert geringe Investitionen in Wasserstraßen

  • dts - 27. August 2025, 02:00 Uhr
Bild vergrößern: Union kritisiert geringe Investitionen in Wasserstraßen
Nord-Ostsee-Kanal (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Unionsfraktionsvize Stephan Stracke (CSU) hat die fehlenden Investitionen in die deutschen Wasserstraßen trotz Sondervermögen kritisiert. "Die Wasserstraßen gehen bei den Mitteln aus dem Sondervermögen derzeit leer aus", sagte der CSU-Bundestagsabgeordnete den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Mittwochausgaben). "Das ist für uns ein unhaltbarer Zustand, zumal wir sie als genauso unentbehrlich erachten wie die Verkehrsträger Straße, Schiene und Luft."

Stracke kündigte an, in den Haushaltsverhandlungen nachbessern zu wollen. "Deshalb werden wir uns in den Haushaltsberatungen dafür einsetzen, hier eine vernünftige Mittelausstattung für die Wasserstraßen zu erreichen, damit der hohe Modernisierungsbedarf gedeckt werden kann. Die Wasserstraßen sind für unsere Volkswirtschaft von herausragender Bedeutung", sagte er.

"Trotz des Sondervermögens werden nach derzeitiger Ausgestaltung alle Verkehrsträger unterfinanziert sein. Das werden wir so nicht hinnehmen. Die Bevölkerung erwartet von uns als Koalition, dass wir in den nächsten Jahren die Verkehrsinfrastruktur auf Vordermann bringen. Deshalb werden wir uns in den Beratungen für deutliche Nachbesserungen einsetzen."

Investitionen in die Wasserstraßen hat die schwarz-rote Regierung explizit in ihrem Koalitionsvertrag versprochen. Schon heute leide die Verlässlichkeit von Binnenschiffstransporten "unter Einschränkungen durch Niedrigwasser, besonders am Rhein, und unter der stark sanierungsbedürftigen Infrastruktur der Kanäle", erklärte der Verband chemischer Industrie, für deren Mitglieder die Wasserstraße ein bedeutender Verkehrsträger ist. "Deutschland darf diesen Verkehrsweg nicht austrocknen lassen - jetzt ist die Zeit zu investieren", sagte VCI-Geschäftsführer Wolfgang Große Entrup den Zeitungen.

Auch der Verkehrspolitiker Tarek Al-Wazir (Grüne) kritisierte die geringen Mittel für Wasserstraßen. "Wenn diese Infrastruktur nicht zuverlässig genutzt werden kann, verliert der Standort an Attraktivität", sagte er. "Mit der reinen Fortschreibung der Mittel im Bundeshaushalt können aber nicht einmal die notwendigsten Reparaturarbeiten abgedeckt werden."

Weitere Meldungen

Entscheidung zum digitalen Euro eventuell noch 2026

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesbank hat den digitalen Euro gegen Kritik verteidigt und eine baldige politische Entscheidung in Aussicht gestellt. "Politisch

Mehr
Bankenverband senkt Wachstumsprognose auf ein Prozent

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Die privaten Banken in Deutschland sagen für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent voraus, 0,4 Prozentpunkte weniger

Mehr
Steuereinnahmen im Februar gestiegen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Steuereinnahmen in Deutschland sind im Februar 2026 gestiegen. Wie das Bundesfinanzministerium in seinem am Freitagmorgen veröffentlichten

Mehr

Top Meldungen

Kuba meldet zweiten landesweiten Stromausfall binnen weniger als einer Woche

In Kuba ist es binnen weniger als einer Woche zu einem zweiten landesweiten Stromausfall gekommen. Es habe eine "vollständige Abschaltung" des nationalen Stromsystems

Mehr
Trump stellt dem Iran Ultimatum von 48 Stunden für Öffnung von Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein Ultimatum von 48 Stunden für die Öffnung der Straße von Hormus gestellt und andernfalls mit einer Zerstörung der Energieanlagen des

Mehr
VW-Chef Blume fordert Taten nach Autogipfeln im Kanzleramt

Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) - Nach den Autogipfeln im Kanzleramt erhöht Volkswagen-Chef Oliver Blume den Druck auf die Politik. In der "Bild am Sonntag" fordert er von der

Mehr