Berlin (dts Nachrichtenagentur) - SPD und Union wollen Sport- und Musikfans vor überteuerten Tickets für Sportereignisse, Konzerte und andere Veranstaltungen besser schützen. "Sport- und Musikfans dürfen nicht länger abgezockt werden", sagte der SPD-Rechtsexperte Johannes Fechner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).
"Es geht nicht, dass Veranstaltungen schnell ausverkauft sind, aber online Tickets für ein Vielfaches des Ursprungspreises verkauft werden. Konzerte und Sportevents müssen für alle Fans bezahlbar bleiben", forderte Fechner, der in der vergangenen Legislaturperiode Parlamentarischer Geschäftsführer und Justiziar der SPD-Bundestagsfraktion war.
Fechner forderte, beim Ticketzweitmarkt die Transparenzregeln zu verschärfen. "Es muss klar sein, wer der Verkäufer ist, wie hoch der Originalpreis des Tickets ist und ob der Ticketverkäufer gewerblich oder privat handelt", sagte er . Zwar wolle man den Weiterverkauf von Tickets nicht verbieten, aber man wolle es den Veranstaltern ermöglichen, Preisgrenzen für den Weiterverkauf festzusetzen. "Außerdem sollen die Plattformen mehr Verantwortung für ihre Inhalte übernehmen und ein Beschwerdemanagement vorhalten und gemeldete Verstöße umgehend entfernen."
Auch forderte der SPD-Politiker, dass der Ticketerstmarkt stärker betrachtet werden solle, insbesondere bei der dynamischen Preisgestaltung, die oft zu "exorbitanten Preisen" führe. "Wir müssen hier prüfen, inwieweit Eingriffe an dieser Stelle mit der Vertragsfreiheit in Einklang zu bringen sind", sagte Fechner. Städte, die Eigentümer von Eventlocations sind, sollten mit dem Pächter das sogenannte Dynamic Pricing ausschließen.
Der CDU-Justizpolitiker Günter Krings sagte den Funke-Zeitungen: "Der bestehende Missbrauch durch anonyme, gewerblich agierende Anbieter, die Eintrittskarten mit teils extremen Preisaufschlägen weiterverkaufen, stellt ein ernsthaftes Problem dar - nicht nur für Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern auch für die Veranstalter von Sport- und Kulturereignissen." Es brauche mehr Transparenz und klare Informationspflichten für Online-Ticketbörsen. Ein vollständiges Verbot des Ticketzweitmarktes wolle man aber nicht erlassen.
Wirtschaft
Schwarz-Rot will Sport- und Musikfans besser vor "Abzocke" schützen
- dts - 28. April 2025
.
Weitere Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Grünen haben das Bundeskartellamt aufgefordert, die aktuellen Preissprünge an deutschen Tankstellen derzeit noch intensiver zu
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat im Hinblick auf die Iran-Krise vor einer Verdoppelung der Inflation durch steigende Ölpreise gewarnt.
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorstandsvorsitzende des Reisekonzerns Tui, Sebastian Ebel, hat betont, dass die Reiseveranstalter keinen Druck auf die Bundesregierung
MehrTop Meldungen
Bei der Berufsausbildung gewinnt der medizinische Bereich bei jungen Menschen an Attraktivität: In der Rangliste der beliebtesten Ausbildungsberufe rückte die Ausbildung zur
MehrLuxemburg (dts Nachrichtenagentur) - Die jährliche Inflation im Euroraum hat im Februar 2026 etwas zugelegt. Sie wird auf 1,9 Prozent geschätzt, nach 1,7 Prozent im Januar,
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der klimapolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jakob Blankenburg, geht auf Distanz zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz und stellt
Mehr














