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Studie zu Uber, Freenow und Co. - Rein in die Gewinnzone

  • Holger Holzer/SP-X - 8. Oktober 2024, 11:24 Uhr
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Mobilitätsdienstleister wie Uber verdienen mittlerweile Geld Foto: Uber

Jahrelang waren Mobilitätsdienstleistungen ein Zuschussgeschäft. Nun scheint sich der lange Atem mancher Anbieter zu rentieren.

Fahrdienstleistungen per App werden zum einträglichen Geschäftsmodell. Vor allem in den USA, China und Südostasien steigen die Kundenzahlen von Anbietern wie Uber, Didi oder Freenow, wie das Center of Automotive Management (CAM) für seinen „Mobility Services Report 2024“ ermittelt hat.

Erfolgreichstes Mobilitätsplattform-Unternehmen ist der Studie zufolge der Ridehailing-Anbieter Uber. Die US-Amerikaner sind in 70 Ländern und 10.500 Städten vertreten und haben 2023 nach jahrelangen Verlusten erstmals einen Gewinn ausweisen können. Rund 1,1 Milliarden Dollar sind bei 9,5 Milliarden Fahrten (plus 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr) von 150 Nutzern (plus 14,5 Prozent) als Gewinn übriggeblieben. Für das laufenden Jahr meldet das Unternehmen zudem ein Umsatzwachstum sowie einen Halbjahresgewinn von 968 Millionen Dollar. Gleichzeitig ist Uber auch im Vergleich der sechs weltweit bedeutsamsten Ridehailing-Provider das innovationsstärkste Unternehmen, erweiterte etwa zuletzt mit dem Essens-Lieferdienst „Uber Eats“ sein Angebot oder bietet Mitgliederprogramme wie „Uber One“.

Eine starke Entwicklung attestiert die Studie auch dem chinesischen Anbieter Didi Chuxing, der den heimischen Markt dominiert und im ersten Halbjahr 2024 einen Gewinn von 125 Millionen Dollar auswies. Der südostasiatische Mobilitätsdienstleister Grab realisierte in den vergangenen Quartalen ebenfalls starke Umsatzzuwächse und verminderte seine Verluste auf nur noch 75 beziehungsweise 56 Millionen Dollar. Der estnische Anbieter Bolt steigerte den Gesamtumsatz 2023 um 35 Prozent und reduzierte seine Verluste auf 94 Millionen Euro. Auch FreeNow, vormals MyTaxi und mittlerweile im Eigentum von BMW und Mercedes, meldete im September 2024 erstmals das Erreichen der Gewinnzone.

„Digitale Fahrdienst-Anbieter verlassen zunehmend das verlustreiche Tal der Enttäuschungen‘ und entwickeln sich zu profitablen Mobilitätsunternehmen. Ein wichtiger Erfolgs-baustein ist der Aufbau von Super-Apps mit einem breiten Portfolio von komplementären Mobilitätsdiensten“, kommentiert CAM-Leiter Stefan Bratzel das Ergebnis der gemeinsam mit dem IT-Unternehmen Cisco erstellten Studie. „Mobilitätsdienstleister können für eine nachhaltige und kostengünstige Mobilität einen positiven Beitrag leisten. Dazu braucht es jedoch auch eine politische Orchestrierung, die günstige Rahmenbedingungen für Plattformunternehmen schafft.“

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