Warschau (dts Nachrichtenagentur) - Die EU-Grenzschutzagentur Frontex hat in offenbar tausenden Fällen E-Mails mit Positionsdaten von Flüchtlingsbooten an die libysche Küstenwache geschickt, obwohl dieser vorgeworfen wird, im Mittelmeer regelmäßig gewaltsam Migranten abzufangen und völkerrechtswidrig nach Libyen zu bringen. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf interne Dokumente der Grenzschutzagentur.
Zuvor gab es immer wieder Berichte über Gewaltausbrüche der Libyer. Demnach schlugen und traten libysche Küstenwächter mehrmals auf jene Migranten ein, die sie formal aus dem Mittelmeer retten sollten. Anschließend bringen die Küstenwächter die Migranten an die libysche Küste zurück. Dort werden sie oft in Haftlager gesteckt. Viele berichten danach von Misshandlungen und Folter.
Laut "Spiegel" schicken die Frontex-Grenzschützer Positionsdaten von Booten in Seenot an alle zuständigen Rettungsleitstellen der Region, darunter auch jene in Tripolis.
Frontex habe dem "Spiegel" auf Anfrage mitgeteilt, dass man die Positionsdaten nur "schweren Herzens" nach Tripolis schicke. Man sei sich den Bedingungen bewusst, denen gerettete Personen in Libyen ausgesetzt seien. Allerdings sei Frontex rechtlich verpflichtet, alle zuständigen Rettungsleitstellen über Seenotfälle zu informieren. Frontex` oberste Priorität sei es, Leben zu retten.
Brennpunkte
Bericht: Intensive Kooperation von Frontex mit libyscher Küstenwache
- dts - 10. Februar 2024, 19:09 Uhr
.
Weitere Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) drängt wegen des Irankriegs auf eine neue Ausrichtung der Energiepolitik der Regierung. "Alle
MehrDie USA haben nach eigenen Angaben einen iranischen Anführer getötet, der für einen Anschlagsversuch auf Präsident Donald Trump verantwortlich sein soll.
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat den Kurs der USA in der Sicherheits- und Außenpolitik ungewöhnlich scharf kritisiert. Dem
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Linke hat die Bürgergeld-Reform der Bundesregierung scharf kritisiert. "Die versprochenen üppigen Milliardenbeträge, welche sich laut
MehrBrüssel (dts Nachrichtenagentur) - Das seit Monaten diskutierte EU-Verbot von Fleischersatznamen könnte tatsächlich kommen. Insider gehen davon aus, dass sich das EU-Parlament,
MehrHamburg (dts Nachrichtenagentur) - Die Flottenchefin der Reederei Hapag-Lloyd, Silke Lehmköster, glaubt nicht an einen schnellen militärischen Schutz von Handelsschiffen zur
Mehr














