Wirtschaft

RWE macht 2022 voraussichtlich 2,3 Milliarden Euro Gewinn

  • AFP - 25. Januar 2023, 17:08 Uhr
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Win©1rk in der Nordsee
Bild: AFP

Der Energiekonzern RWE hat im vergangenen Jahr wegen der deutlich gestiegenen Strompreise seinen Gewinn verdoppelt. Wesentliche Gründe sind der vermehrte Einsatz der Wasser-, Biomasse- und Gaskraftwerke und der Kapazitätszuwachs bei Wind- und Solaranlagen. Das Nettoergebnis werde auf Basis vorläufiger Zahlen voraussichtlich netto 3,2 Milliarden Euro betragen, teilte RWE am Mittwoch mit. 2021 lag es bei knapp 1,6 Milliarden Euro.

Der Energiekonzern RWE hat im vergangenen Jahr wegen der deutlich gestiegenen Strompreise seinen Gewinn verdoppelt. Wesentliche Gründe sind laut Konzern der vermehrte Einsatz der Wasser-, Biomasse- und Gaskraftwerke und der Kapazitätszuwachs bei Wind- und Solaranlagen. Das Nettoergebnis werde auf Basis vorläufiger Zahlen voraussichtlich netto 3,2 Milliarden Euro betragen, teilte RWE am Mittwoch mit. 2021 lag es bei knapp 1,6 Milliarden Euro.

Die Strompreise waren im vergangenen Jahr stark gestiegen; Betreiber von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Quellen produzieren, profitierten stark. 

RWE machte mit seinen Wasserkraft-, Biomasse- und Gaskraftanlagen unter dem Strich 2,37 Milliarden Euro Gewinn - nach 731 Millionen Euro 2021. Mit Windanlagen an Land und Solaranlagen verdiente der Konzern 827 Millionen Euro und damit mehr als dreimal so viel wie 2021. 

Die Windanlagen auf See brachten 1,4 Milliarden Euro Gewinn, in der Sparte Energiehandel schließlich stieg der Nettoerlös von knapp 770 Millionen Euro auf 1,16 Milliarden Euro. Das deutsche Kohle- und Kernenergiegeschäft werde dagegen voraussichtlich geringere Ergebnisbeiträge zum Geschäftsergebnis 2022 gegenüber 2021 liefern.

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde der Gewinn voraussichtlich bei 6,3 Milliarden Euro liegen, teilte RWE weiter mit. Der Konzern betonte, im vergangenen Jahr habe er 4,4 Milliarden Euro in Windkraft- und Solaranlagen investiert und damit deutlich mehr als im Vorjahr. 

Die Bundesregierung hat in ihrer Strompreisbremse festgelegt, dass sogenannte Übergewinne von Stromerzeugern abgeschöpft werden sollen, um die Entlastung für die Verbraucherinnen und Verbraucher gegenzufinanzieren. Jeder Erzeugungsart wie Wind-, Solar, Braunkohle- oder Atomenergie wird ein bestimmter Erlös als Basis zugebilligt. Was darüber erzielt wird, soll zu 90 Prozent abgeschöpft werden.

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