Technologie

Solarenergie: Pachten von Photovoltaik-Anlagen

  • Redaktion - 26. November 2022
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Der Energiepionier Jonas Holtz (Foto) hat sich als Fullserviceanbieter für Solaranlagen etabliert. Bild: JES.Group

Die Klimakonferenz in Ägypten hat erneut gezeigt, dass nur gemeinsame Anstrengungen und jeder kleine Beitrag helfen können, den Klimawandel zu bremsen. Wichtiges Element dabei ist die Nutzung erneuerbarer Energien, erzeugt aus Wasser, Wind und Sonne.

Vor allem aber die Sonne mit ihrer unbegrenzten Kraft ist es, die als Energiequelle der Zukunft gefördert werden sollte. Die seit über 10 Jahren in diesem Bereich tätige JES.Group hat ein neues Konzept für die Nutzung der Sonnenenergie entwickelt.

Kosten für PV-Anlagen reduzieren

Den Experten ist klar, dass sich Solarenergie nur durch Kostenreduzierung sehr viel intensiver nutzen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen lässt.

Es brauchte also Lösungen, die es beispielsweise Haushalten ohne große finanzielle Rücklagen ermöglichte, sich eine Photovoltaik-Anlage installieren zu lassen. Eine geeignete Lösung dafür bietet die in Brodersdorf bei Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) ansässige JES.Group an. Bei diesem Konzept geht es darum, die Vielfalt und Dezentralität, von denen erneuerbare Energien leben, in der breiten Öffentlichkeit zu verankern und dadurch das Geschäft mit PV-Anlagen zu demokratisieren.

Full-Service für Solarenergie - PV-Anlagen verpachten

Basis ist die Verpachtung von Photovoltaik-Anlagen. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette vom Unternehmen selbst abgedeckt, denn sämtliche Aufgaben von der Projektentwicklung bis zum Bau sowie die Planung und Umsetzung als auch der Service und Betrieb der PV-Anlagen werden von der JES.Group geleistet.

Wer also als Privatperson eine Immobilie besitzt und damit über Dachflächen verfügt, der kann sich eine PV-Anlage installieren lassen. Die Besonderheit besteht darin, dass für ihn dabei keinerlei Anschaffungskosten anfallen. Vielmehr pachtet er die Anlage über einen längeren Zeitraum, zahlt dafür einen Pachtbeitrag, mit dem er die ursprünglichen Anschaffungs- und Installationskosten über die Pachtlaufzeit hinweg abzahlt.

Dieser Betrag ist finanziell wesentlich leichter zu stemmen, als die Kosten auf einen Schlag zahlen zu müssen. Darüber hinaus spart der Pächter vom ersten Augenblick der Inbetriebnahme an Energiekosten. Damit auch Verbraucher ohne eigene Dachflächen von diesem neuen Konzept profitieren können, wurde 2020 die JES.AG gegründet, ein Tochterunternehmen im Bereich Energieversorgung.

Mithilfe dieser Unternehmung und eigenen Photovoltaik-Anlagen, die beispielsweise auf den meist großen Frei- oder Dachflächen von Landwirten, Gemeinden, Kommunen oder sonstigen Eigentümer von Flächen installiert werden, wird Solarenergie ins regionale Netz eingespeist, wodurch das Unternehmen seinen Kunden einen Preisvorteil verschafft. Nicht nur regional, sondern im gesamten Bundesgebiet.

Als Anreiz zur Verpachtung übernimmt die JES.Group die Kosten für eine eventuell notwendige Sanierung der gepachteten Dachflächen. Als Alternative kann eine Pachtzahlung an den Eigentümer vereinbart werden. Dies stellt für die Landwirte eine immense Kostenersparnis und eine zusätzliche Einnahmequelle dar.

Konzept als Investment in Solarenergie

Wer sich entscheidet, eine PV-Anlage zu erwerben und so in Solarenergie zu investieren, der profitiert renditetechnisch sowie von der Abschreibung. Das funktioniert durch den Investitionsabzugsbetrag, mit deren Hilfe man bereits im Jahr vor der Investition 40 Prozent der Anschaffungskosten steuerlich geltend machen kann. Der Rest lässt sich dann über den Pachtzeitraum von 20 Jahren mit jährlich 5 Prozent abschreiben.

Politik muss neue Konzepte innovativer Unternehmen unterstützen

Die Bundesregierung plant bis 2030 die Installation von PV-Anlagen mit einer Leistung von 140 Gigawatt, wozu sämtliche, für eine Montage geeigneten Dachflächen genutzt werden sollen. Dieser Plan und die daraus abzuleitende Unterstützung der Politik wird von Jonas Holtz, Gründer und „Solarpionier“ ausdrücklich gelobt. Das Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern leistet dazu einen wesentlichen Beitrag, denn pro Jahr installiert die JES.Group deutschlandweit etwa 3.500 Photovoltaik-Anlagen.

Allerdings könnten die politisch Verantwortlichen noch mehr tun. Was fehlt, sind einfachere Verwaltungswege und vor allem zügigere Genehmigungsprozesse in Bezug auf neu zu installierende PV-Anlagen. Letztlich ist es so, dass der fortschreitende Klimawandel nicht durch Abwarten aufzuhalten oder zu bremsen ist, sondern nur durch eine rasche Umsetzung der Energiewende. Die Unternehmen der Solarbranche sind fähig und bereit, das Notwendige zu tun, aber dafür bedarf es einer konsequenten Unterstützung aus der Politik. Nur wenn sie die bürokratischen Hürden abbaut, können die Unternehmen die Technik installieren, die dabei hilft, sich von fossilen Brennstoffen abzuwenden und zum Wohl der nächsten Generationen saubere Energie zu produzieren.

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