Wirtschaft

Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe gesunken

  • dts - 6. Oktober 2022, 08:17 Uhr
Bild vergrößern: Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe gesunken
Stahlproduktion
dts

.

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im August 2022 gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 2,4 Prozent gesunken. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen ergab sich ein Anstieg von 0,8 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben am Donnerstag mit.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Auftragseingang im August 2022 kalenderbereinigt 4,1 Prozent niedriger. Für Juli ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg des Auftragseingangs gegenüber Juni von 1,9 Prozent (vorläufiger Wert: -1,1 Prozent), ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen blieb er unverändert (vorläufiger Wert: -0,8 Prozent). Die starke Revision des Juli-Ergebnisses sowie der Rückgang des Auftragseingangs im August hängt mit Nachmeldungen von Großaufträgen aus dem Ausland im Bereich der Luft- und Raumfahrt für den Berichtsmonat Juli 2022 zusammen, so die Statistiker. Im Zweimonatsvergleich (August und Juli 2022 gegenüber Juni und Mai 2022) stieg der Auftragseingang damit leicht um 0,5 Prozent (ohne Großaufträge im Zweimonatsvergleich: +0,7 Prozent).

Die Aufträge aus dem Inland fielen im August im Vergleich zum Vormonat um 3,4 Prozent. Die Auslandsaufträge verringerten sich um 1,7 Prozent. Dabei nahmen die Auslandsauftragseingänge aus der Eurozone um 3,8 Prozent ab. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen leicht um 0,4 Prozent.

Bei den Herstellern von Investitionsgütern sank der Auftragseingang im August um 2,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern fiel er um 4,2 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter stieg der Auftragseingang dagegen um 5,2 Prozent. Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im August 2022 saison- und kalenderbereinigt 1,0 Prozent höher als im Vormonat, so das Bundesamt. Für Juli ergab sich nach der Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang um 2,0 Prozent gegenüber Juni 2022 (vorläufiger Wert: -1,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im August 2022 kalenderbereinigt 6,9 Prozent höher. Trotz rückläufiger Auftragseingänge und Umsatzanstiegen war das Auftragseingangsvolumen auch im August 2022 immer noch höher als das Umsatzvolumen. Der Nachfrageüberhang dürfte auf die anhaltend hohe Knappheit an Vorprodukten zurückzuführen sein, schreiben die Statistiker. Gestörte Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und anhaltender Verwerfungen durch die Coronakrise führen demnach weiterhin zu Problemen beim Abarbeiten der Aufträge. Nach Angaben des Münchener Ifo-Instituts klagten 62,0 Prozent der befragten Industrieunternehmen im August 2022 über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen.

Weitere Meldungen

Regierung will höhere Energiepreise nur im Ausnahmefall erlauben

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung will Strom- und Gas-Versorgern Preiserhöhungen für 2023 deutlich erschweren. Das geht aus einem vom Kabinett beschlossenen

Mehr
Habeck warnt Putin vor Spekulation auf deutsche Schwäche

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin vor der Illusion gewarnt, Deutschland werde vor dem

Mehr
Verkehrsminister gibt maroden Brücken und Straßen Priorität

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) will den Bau großer Infrastrukturvorhaben beschleunigen und möchte sich dabei nicht nur auf den

Mehr

Top Meldungen

Wirtschaftsministerium und VNG schließen Vergleich

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundeswirtschaftsministerium und der Gashändler VNG haben einen Vergleich geschlossen. Die Bundesregierung zahlt dabei einen "mittleren

Mehr
Deutscher Botschafter fordert Kurswechsel in der Katar-Strategie

Berlin/Doha (dts Nachrichtenagentur) - In einem vertraulichen Kabelbericht ans Auswärtige Amt kritisiert der deutsche Botschafter in Doha den zuletzt konfrontativen deutschen

Mehr
Habeck will Autos als Stromspeicher - Gesetz noch dieses Jahr

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Um die Schwankungen bei erneuerbarem Strom auszugleichen, will Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) mit einem neuen

Mehr