Politik

Teilergebnisse: Odinga bei Präsidentenwahl in Kenia leicht vorne

  • AFP - 13. August 2022, 16:35 Uhr
Bild vergrößern: Teilergebnisse: Odinga bei Präsidentenwahl in Kenia leicht vorne
Odinga-Anhänger in Nairobi am Samstag
Bild: AFP

Vier Tage nach der Präsidentenwahl in Kenia sind am Samstag weitere Teilergebnisse bekannt geworden. Der einstige Oppositionsführer Raila Odinga lag nach Auszählung von rund 30 Prozent der Wahllokale knapp vor seinem Rivalen William Ruto, wie die Wahlkommission mitteilte.

Vier Tage nach der Präsidentenwahl in Kenia sind am Samstag weitere Teilergebnisse bekannt geworden. Der einstige Oppositionsführer Raila Odinga lag nach Auszählung von rund 30 Prozent der Wahllokale knapp vor seinem Rivalen William Ruto, wie die Unabhängige Wahlkommission in Nairobi mitteilte. Demnach kam Odinga auf 52,5 Prozent der Stimmen, Ruto auf 46,7 Prozent.

Tage nach der Wahl eines Nachfolgers von Staatspräsident Uhuru Kenyatta, der nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten durfte, wartet das Land immer noch auf das Ergebnis des Urnengangs. Schon vor der Wahl war klar, dass es auf ein Duell zwischen Odinga und dem bisherigen Vize-Präsidenten Ruto hinauslaufen würde.

Lange galt der 55-jährige Ruto als sicherer Nachfolger von Kenyatta, bis der Staatschef überraschend dem 77-jährigen Odinga seine Unterstützung zusicherte. Dies besiegelte die Annäherung der beiden politischen "Dynastien", die sich in der Vergangenheit des ostafrikanischen Landes immer wieder bei Wahlen bekämpft hatten. Der ehemalige politische Häftling Odinga bewirbt sich zum fünften Mal um das Präsidentenamt. 

Die Wahlkommission hatte am Freitag eingeräumt, dass die Auszählung nicht so schnell läuft wie erhofft. Mehrere Medien hatten zudem ihre Live-Übertragung des Kopf-an-Kopf-Rennens bei den Auszählungen unterbrochen, was zu Unruhe in der Bevölkerung führte.

Auch wenn Kenia als Stabilitätsanker in Ostafrika gilt, so ist die Wirtschaft des Landes doch angeschlagen. Seit 2002 ist zudem jede Wahl umstritten gewesen. Besonders 2007/2008 war es nach der umstrittenen Wahl zu Gewalt gekommen, bei der mehr als 1100 Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben wurden. 

Während des jetzigen Wahlkampfes hatten Odinga und Ruto versprochen, das Ergebnis freier und transparenter Wahlen zu respektieren und eventuelle Zweifel vor Gericht zu bringen und nicht gewaltsam auf der Straße austragen zu lassen.

Nach Einschätzung auch ausländischer Wahlbeobachter verlief der Wahltag diesmal weitgehend ohne große Zwischenfälle. Allerdings war die Beteiligung der 22,1 Millionen Wähler an dem Urnengang am Dienstag deutlich auf etwa 65 Prozent zurückgegangen. Sollte keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten, müssten sie in die erste Präsidentschafts-Stichwahl in Kenias Geschichte.

Weitere Meldungen

Deutschland hat einen Gletscher weniger

Deutschland hat einen Gletscher weniger. Im Sommer 2022 schritt der starke Eisschwund am Südlichen Schneeferner in den bayerischen Alpen derart voran, dass er nun seinen

Mehr
Frankreich reduziert 2023 Ausgaben für Umwelt- und Klimaschutz

Frankreich will die Ausgaben für Umwelt und Klimaschutz im kommenden Jahr reduzieren. Für das kommende Jahr sind dafür 26,5 Milliarden Euro eingeplant, im laufenden Jahr waren es

Mehr
Lebenszufriedenheit von Abiturienten während Pandemie überdurchschnittlich gesunken

Die Lebenszufriedenheit von Abiturienten der Jahrgänge 2020 und 2021 ist während der Coronapandemie überdurchschnittlich gesunken. Das Wohlbefinden der Abiturienten sank während

Mehr

Top Meldungen

Druckabfall bei Nord Stream 2

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bei der seit Monaten fertiggebauten aber nicht offiziell in Betrieb befindlichen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 soll es ungewöhnliche Vorkommnisse

Mehr
Bund und Länder sprechen über "Schutzschirm" für Stadtwerke

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Direkte Hilfsleistungen für die Stadtwerke in Deutschland rücken auf die Tagesordnung. Die Regierungschefs der Länder hielten "einen Schutzschirm

Mehr
Führende Institute erwarten Rezession und anziehende Inflation

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland rechnen mit einem Schrumpfen der deutschen Wirtschaft. In ihrer gemeinsamen

Mehr