Gesundheit

Umfrage: Jeder Vierte vermutet Behandlungsfehler bei ärztlicher Therapie

  • AFP - 15. September 2021, 12:32 Uhr
Bild vergrößern: Umfrage: Jeder Vierte vermutet Behandlungsfehler bei ärztlicher Therapie
Ärztinnen und Pfleger
Bild: AFP

Viele Menschen in Deutschland befürchten laut einer Umfrage, dass sie oder andere durch ärztliche Behandlungsfehler zu Schaden kommen könnten. Jeder Vierte hält es für wahrscheinlich, dass dies in Krankenhäusern passieren kann, wie die TK mitteilte.

Viele Menschen in Deutschland befürchten einer Umfrage zufolge, dass sie oder andere durch ärztliche Behandlungsfehler zu Schaden kommen könnten. Jeder Vierte hält es für wahrscheinlich, dass dies in Krankenhäusern passieren kann, wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Fast jeder Dritte gehe davon aus, dass Schäden auch in einer ärztlichen Praxis verursacht werden könnten.

27 Prozent der Befragten glauben demnach, selbst schon einmal einen Behandlungsfehler erlitten zu haben. Die Mehrheit derjenigen, die einen solchen Fehler vermuteten, schwiegen aber darüber, nur 40 Prozent meldeten ihren Verdacht weiter. "Risiken und Behandlungsfehler haben offensichtlich eine viel größere Relevanz für Patientinnen und Patienten, als offizielle Statistiken nahelegen", erklärte der stellvertretende TK-Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast.

"Nicht alles, was aus Patientensicht nicht optimal läuft, hat tatsächlich Einfluss auf das Behandlungsergebnis und ist tatsächlich ein Fehler", betonte Ballast aber auch. Betroffene Versicherte sollten sich nicht scheuen, die Unterstützung ihrer Krankenkasse in Anspruch zu nehmen. Das Umfrageinstitut Forsa befragte zwischen dem 7. und dem 21. Juni im Auftrag der TK tausend Erwachsene in Deutschland für den "TK-Monitor Patientensicherheit 2021".

Die TK forderte zudem ein bundesweites "Never-Event-Register". Bei Never Events handelt es sich laut Mitteilung um sehr seltene, aber schwerwiegende Behandlungsfehler wie beispielsweise eine Operation der falschen Körperseite. Dabei kämen Patienten zu Schaden, obwohl die Fehler als nahezu vollständig vermeidbar gelten, erklärte die Kasse. Es müsse selbstverständlich sein, dass solche Sicherheitsvorkommnisse standardmäßig untersucht würden.

Weitere Meldungen

Surfender Arzt entwickelt Erste-Hilfe-Technik für Opfer von Haiangriffen

Surf-Fans aufgepasst: ein surfender Arzt aus Australien hat eine einfache Erste-Hilfe-Technik entwickelt, um Opfern von Hai-Angriffen das Leben zu retten. Die Maßnahme beschreibt

Mehr
Studie: Zahl der Cannabiskonsumenten europaweit deutlich gestiegen

Die Zahl der Cannabiskonsumenten ist im vergangenen Jahrzehnt europaweit um mehr als ein Viertel gestiegen. Zwischen 2010 und 2019 erhöhte sich die Zahl der Konsumenten im Schnitt

Mehr
Ökonomen warnen vor hohen Kosten durch Covid-Behandlung für Ungeimpfte

Ökonomen haben vor den immensen Kosten durch die Behandlung von ungeimpften Covid-Patienten für das Gesundheitssystem gewarnt. Wie die "Welt" am Freitag berichtete, zeigen

Mehr

Top Meldungen

Daimler: Lieferverzögerungen durch Chipmangel von über einem Jahr

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Mercedes-Kunden müssen auf ein neues Auto teilweise schon mehr als ein Jahr warten. "Ja, die Nachfrage ist bei Mercedes-Benz enorm und

Mehr
Tarifverhandlungen für private Banken in dritter Runde abgebrochen

Die dritte Runde in den Tarifverhandlungen für die privaten Banken ist am Freitag nach nur einer Stunde abgebrochen worden. Die Arbeitgeberseite zeigte sich überrascht: Die

Mehr
IWF mahnt Australiens Politik zum Eingreifen auf überhitztem Immobilienmarkt

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Australiens Regierung zum Eingreifen auf dem überhitzten Immobilienmarkt gedrängt und eindringlich vor einer Blase gewarnt. Die rasant

Mehr