Gesundheit

Heuschnupfen in Großstädten häufiger als auf dem Land

  • AFP - 27. Juli 2021, 16:24 Uhr
Bild vergrößern: Heuschnupfen in Großstädten häufiger als auf dem Land
Blühender Baum
Bild: AFP

Beim Heuschnupfen gibt es einer Untersuchung zufolge in Deutschland ein klares Stadt-Land-Gefälle. Im Jahr 2019 lag der Anteil erkrankter Versicherter in dünn besiedelten ländlichen Kreisen bei 6,6 Prozent - in kreisfreien Großstädten bei 7,8 Prozent.

Menschen in Großstädten erkranken häufiger an Heuschnupfen als jene auf dem Land. Eine vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) am Dienstag in Berlin veröffentlichte Untersuchung bestätigt ein klares Stadt-Land-Gefälle. Im Jahr 2019 lag der Anteil erkrankter Versicherter in dünn besiedelten ländlichen Kreisen demnach bei 6,6 Prozent - in kreisfreien Großstädten bei 7,8 Prozent.

Signifikante Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Regionen weisen dem Institut zufolge darauf hin, dass Umwelteinflüsse am Wohnort von großer Bedeutung für das Auftreten von Heuschnupfen sein können. 

Für Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene im Alter bis 24 Jahre wurde allerdings ein gegenteiliger Trend beobachtet. Für diese Gruppe wurden - im starken Gegensatz zu allen anderen Altersgruppen - in kreisfreien Großstädten die niedrigsten Erkrankungshäufigkeiten dokumentiert. Eine Ursache dafür nannten die Experten nicht. 

Unterschiede gab es auch bei der Entwicklung der Heuschnupfen-Häufigkeit in den vergangenen zehn Jahren. Während in diesem Zeitraum immer weniger Kinder im Alter von null bis zehn Jahren betroffen waren, stieg der Anteil erkrankter Erwachsener.

2019 wurde insgesamt bei mehr als fünf Millionen gesetzlich Versicherten Heuschnupfen diagnostiziert, was einem Anteil von 7,1 Prozent entspricht. Im Vergleich dazu wurden 2010 rund 4,2 Millionen Versicherte mit Heuschnupfen behandelt. Mehr als 400.000 der Betroffenen im Jahr 2019 waren Kinder und Jugendliche. Bei Frauen trat der Heuschnupfen mit einem Anteil von 7,2 Prozent etwas häufiger auf als bei männlichen Versicherten (6,9 Prozent). Basis waren bundesweite vertragsärztliche Abrechnungsdaten der Jahre 2010 bis 2019.

Weitere Meldungen

Surfender Arzt entwickelt Erste-Hilfe-Technik für Opfer von Haiangriffen

Surf-Fans aufgepasst: ein surfender Arzt aus Australien hat eine einfache Erste-Hilfe-Technik entwickelt, um Opfern von Hai-Angriffen das Leben zu retten. Die Maßnahme beschreibt

Mehr
Studie: Zahl der Cannabiskonsumenten europaweit deutlich gestiegen

Die Zahl der Cannabiskonsumenten ist im vergangenen Jahrzehnt europaweit um mehr als ein Viertel gestiegen. Zwischen 2010 und 2019 erhöhte sich die Zahl der Konsumenten im Schnitt

Mehr
Ökonomen warnen vor hohen Kosten durch Covid-Behandlung für Ungeimpfte

Ökonomen haben vor den immensen Kosten durch die Behandlung von ungeimpften Covid-Patienten für das Gesundheitssystem gewarnt. Wie die "Welt" am Freitag berichtete, zeigen

Mehr

Top Meldungen

Tarifverhandlungen für private Banken in dritter Runde abgebrochen

Die dritte Runde in den Tarifverhandlungen für die privaten Banken ist am Freitag nach nur einer Stunde abgebrochen worden. Die Arbeitgeberseite zeigte sich überrascht: Die

Mehr
IWF mahnt Australiens Politik zum Eingreifen auf überhitztem Immobilienmarkt

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Australiens Regierung zum Eingreifen auf dem überhitzten Immobilienmarkt gedrängt und eindringlich vor einer Blase gewarnt. Die rasant

Mehr
China erklärt sämtliche Finanztransaktionen mit Kryptowährung für illegal

Die chinesische Zentralbank hat sämtliche Finanztransaktionen unter Beteiligung von Kryptowährungen für illegal erklärt. Geschäfte im Zusammenhang mit digitalen Währungen seien

Mehr