Lifestyle

China meldet dutzende weitere Fälle von "importierten" Corona-Infektionen

  • AFP - 27. März 2020, 05:29 Uhr
Bild vergrößern: China meldet dutzende weitere Fälle von importierten Corona-Infektionen
Temperaturmessung in Wuhan
Bild: AFP

China hat neue dutzende Fälle von mit Coronavirus-Infektion ins Land eingereisten Menschen gemeldet. Innerhalb eines Tages wurden weitere 54 Ansteckungsfälle unter Eingereisten verzeichnet. Ab Samstag ist Ausländern die Einreise nach China verboten.

China hat neue dutzende Fälle von mit Coronavirus-Infektion ins Land eingereisten Menschen gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden wurden weitere 54 Ansteckungsfälle unter Eingereisten verzeichnet, wie der Gesundheitsausschuss der chinesischen Regierung am Freitag in Peking mitteilte. Hinzu kam ein einziger neuer Fall einer Ansteckung innerhalb von Festlandchina.

Während laut den offiziellen Angaben die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in China seit Wochen drastisch gesunken sind, nahmen zuletzt die Zahlen der "importierten" Ansteckungsfälle zu. Inzwischen verzeichneten die chinesischen Behörden rund 600 solcher Fälle.  

Aus Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle beschloss die chinesische Regierung deshalb drastische Einreisebeschränkungen, die aber erst am Samstag in Kraft treten. Die allermeisten Ausländer dürfen dann nicht mehr ins Land. Selbst Ausländern mit gültigen Visa oder einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung wird die Einreise verwehrt, wie das Außenministerium in Peking am Donnerstag angekündigt hatte. 

Bei den zuletzt nach China eingereisten Menschen mit Corona-Infektionen handelt es sich allerdings überwiegend um chinesische Staatsbürger. Unter ihnen sind zahlreiche junge Chinesen, die im Ausland studieren. 

Die Gesamtzahl der offiziell verzeichneten Corona-Infektionsfälle in China stieg bis Freitag auf 81.340, womit das Land in der weltweiten Statistik weiterhin auf dem vordersten Platz liegt. Die Zahl der amtlich verzeichneten Todesfälle lag bei 3292. In dieser traurigen Statistik liegt China inzwischen deutlich hinter Italien und Spanien.

Die chinesischen Behörden hatten mit drakonischen Maßnahmen auf den Ausbruch des neuartigen Virus in der Provinz Hubei reagiert. Die Provinz mit ihren fast 60 Millionen Einwohner wurde abgeriegelt. 

Wegen der drastischen Abnahme der verzeichneten Zahl der Neuinfektionen wurde die Abschottung von Hubei dann aber am vergangenen Mittwoch weitgehend aufgehoben. Den Bewohnern der Millionenmetropole Wuhan in Hubei ist es allerdings erst ab 8. April wieder erlaubt, die Stadt zu verlassen. Ein Wildtiermarkt in Wuhan gilt als Ausgangspunkt der Pandemie, an der nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP inzwischen weltweit rund 23.000 Menschen gestorben sind.

dja    


Weitere Meldungen

USA unterstellen China Desinformationskampagne in Corona-Krise

Berlin - Die Stellvertreterin von US-Botschafter Richard Grenell, Robin Quinville, hat China im Umgang mit der Corona-Epidemie gezielte Desinformationskampagnen und

Mehr
Grünen-Fraktionschef sieht Chancen für Klimaschutz durch Corona

Berlin - Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Anton Hofreiter, hofft, dass die Corona-Krise sich langfristig positiv auf den Klimaschutz auswirken wird. "Wenn wir jetzt richtig

Mehr
Isolation chinesischer Millionenmetropole Wuhan beendet

Nach zwei Monaten im Ausnahmezustand kehrt in der zentralchinesischen Metropole Wuhan allmählich wieder Alltag ein: Die Isolation der Millionenmetropole, die als Ausgangspunkt der

Mehr

Top Meldungen

EU-Kommission erwartet dramatischen Einbruch im Luftverkehr

Berlin - Die EU-Kommission erwartet infolge der Corona-Krise einen dramatischen Einbruch im europäischen Flugverkehr. "Die Zahl der Flüge, die von Eurocontrol beaufsichtigt

Mehr
Anträge auf Soforthilfen stark nachgefragt

Berlin - Die von der Bundesregierung beschlossenen Milliarden-Hilfen für Firmen im Zuge der Corona-Krise werden stark nachgefragt. Wie eine Umfrage der "Bild" unter den

Mehr
Medizintechnik-Unternehmen fürchtet Engpass bei Beatmungsgeräten

Lübeck - Der Chef des Medizintechnik-Unternehmens Drägerwerk, Stefan Dräger, hat die Kliniken weltweit vor einer "riesigen Lücke" bei der Versorgung der der Krankenhäuser mit

Mehr