Lifestyle

Kleine Produkte sorgen für den größten Ärger

  • Andreas Reiners/wid - 13. Januar 2020, 11:02 Uhr
Bild vergrößern: Kleine Produkte sorgen für den größten Ärger
wid Groß-Gerau - Deutschland hat ein Verpackungs-Problem. Pixabay / Mediamodifier

Verpackungs-Weltmeister Deutschland: 18,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle bedeuten einen neuen Höchststand, so das Umwelt Bundesamt. Pro Kopf sind das 107 Kilogramm im Jahr. Und trotz dieser Zahlen und trotz Umweltkampagnen gegen den Verpackungsmüll versenden viele Online- Händler ihre Waren offenbar weiterhin in viel zu großen Kartons. Das zeigen Recherchen des rbb Verbrauchermagazins SUPER.MARKT.


Verpackungs-Weltmeister Deutschland: 18,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle bedeuten einen neuen Höchststand, so das Umwelt Bundesamt. Pro Kopf sind das 107 Kilogramm im Jahr. Und trotz dieser Zahlen und trotz Umweltkampagnen gegen den Verpackungsmüll versenden viele Online- Händler ihre Waren offenbar weiterhin in viel zu großen Kartons. Das zeigen Recherchen des rbb Verbrauchermagazins "Super.Markt".

Über 70 Fälle von Verpackungssünden wurden von Zuschauern per Foto und Video festgehalten. Vor allem Verpackungen für kleine Gegenstände wie Scheibenwischer oder Fernbedienungen sorgten für Ärger.

Wie arbeiten die großen Online-Versandhändler hinsichtlich der Verpackungen? Auf rbb-Nachfrage erklärt beispielsweise Amazon, dass das Unternehmen 30 verschiedene Kartongrößen im Angebot hat. Gearbeitet wird mit Algorithmen. Taucht ein Artikel zum ersten Mal im Logistik-Zentrum auf, werden Daten wie Gewicht, Größe, Höhe und Breite gespeichert. Das System gibt dann an der Packstation die Empfehlung für den passenden Karton.

Der international agierende Versandhändler Conrad Electronics benutzt sechs Standard-Kartongrößen: "Dadurch kann es vorkommen, dass kleine Artikel in einem vergleichsweise großen Karton ausgeliefert werden", erklärt das Unternehmen gegenüber "Super.Markt".

Karl-Heinz Behrens, Verpackungsmittel-Mechaniker und Inhaber der 150jährigen Berliner Kartonagenfabrik FaPack, die Hunderte von Paketgrößen im Angebot hat, sieht den Grund für überdimensionierte Kartons in wirtschaftlichen Gründen: "Entscheidend für die Verpackungskosten sind die Lohnkosten darin. Wenn der Verpacker zu lange Zeit hat, sich zu überlegen, welche Größe er nimmt, ist das teurer als die größte Schachtel."

Weitere Meldungen

Kritik an Umsetzung der Grundrente


Immer mehr Rentner sind von Altersarmut bedroht. Darum will die SPD nachbessern. Doch die Art, wie die geplante Grundrente organisiert werden soll, steht in der Kritik.

Mehr
Erster deutsche Coronavirus-Patient wohnt im Landkreis Landsberg - Kindergarten unter Beobachtung

München - Der erste deutsche Coronavirus-Patient wohnt im Landkreis Landsberg. Das sagte Andreas Zapf, Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am

Mehr
Deutscher Coronavirus-Patient steckte sich bei Gast aus China an

München - Der erste deutsche Patient mit dem neuartigen Coronavirus 2019-nCoV hat sich vor seiner Erkrankung selbst nicht in China aufgehalten. Stattdessen habe er sich offenbar

Mehr

Top Meldungen

Windkraft-Zubau 2019 auf niedrigstem Stand seit dem Jahr 2000

Der Bau neuer Windkraftanlagen an Land ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit dem Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 gefallen. Wie

Mehr
Deutscher Arbeitsmarkt startet robust ins neue Jahr

Zu Beginn des neuen Jahres ist die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach Einschätzung von Experten weiterhin gut. Das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und

Mehr
Produktion von Spielplatzgeräten gestiegen

Wiesbaden - Die Produktion von Spielplatzgeräten in Deutschland ist im Jahr 2018 gestiegen. Die deutschen Unternehmen produzierten vor zwei Jahren Geräte im Wert von knapp 250

Mehr