Wirtschaft

Southwest Airlines erhält von Boeing Entschädigung für 737 MAX

  • AFP - 12. Dezember 2019, 17:47 Uhr
Bild vergrößern: Southwest Airlines erhält von Boeing Entschädigung für 737 MAX
Flugzeuge vom Typ Boeing 737 MAX von Southwest Airlines
Bild: AFP

Die US-Fluggesellschaft Southwest Airlines erhält vom Boeing-Konzern finanzielle Entschädigungen wegen des weltweiten Flugverbots für Maschinen vom Typ 737 MAX. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem US-Flugzeugbauer gab Southwest Airlines jetzt bekannt.

Die US-Fluggesellschaft Southwest Airlines erhält vom Boeing-Konzern finanzielle Entschädigungen wegen des weltweiten Flugverbots für Maschinen vom Typ 737 MAX. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem US-Flugzeugbauer gab Southwest Airlines am Donnerstag bekannt, ohne die Höhe der Entschädigung zu nennen. Der größte Abnehmer der Boeing 737 MAX erklärte aber, 125 Millionen Dollar an seine Mitarbeiter weitergeben zu wollen.

Die Gespräche mit Boeing über Entschädigungen würden fortgesetzt, erklärte Southwest Airlines weiter. Die Fluggesellschaft erwartet, dass die Entschädigungen fast vollständig über Preissenkungen bei laufenden und künftigen Bestellungen bei Boeing erfolgen.

Für die Boeing 737 MAX gilt seit März ein weltweites Flugverbot, nachdem bei zwei Abstürzen von Maschinen dieses Typs insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen waren. Fluggesellschaften mussten deswegen tausende Flüge streichen und auf andere Maschinen zurückgreifen. Sie verlangen vom Flugzeugbauer deswegen Entschädigungen. Boeing stellte im Juli 5,6 Milliarden Dollar (knapp 5,1 Milliarden Euro) für solche Zahlungen zurück.

Southwest Airlines hatte zum Zeitpunkt der Verhängung der Flugverbote 34 Boeing 737 MAX in seiner Flotte. Die Fluggesellschaft plant derzeit bis zum 6. März ohne Maschinen dieses Typs.

Boeing hatte zuletzt gehofft, noch in diesem Jahr eine Wiederzulassung für die Maschinen zu bekommen. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA erklärte aber am Mittwoch, das Flugverbot werde in diesem Jahr nicht mehr aufgehoben. Der Prozess einer Wiederzulassung werde sich ins Jahr 2020 ziehen.

Weitere Meldungen

Brandenburg gibt Tesla-Zustimmung zu Kaufvertrag für Gigafabrik bekannt

Die Ansiedlung des US-Elektroautoherstellers Tesla im brandenburgischen Grünheide kommt voran. Wie Landes-Regierungssprecher Florian Engels am Sonntag in Potsdam mitteilte,

Mehr
Zehntausende demonstrieren in Berlin für Agrarwende, Arten- und Klimaschutz

Rund 27.000 Menschen haben am Samstag in Berlin für eine Agrarwende und mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft demonstriert. Während der Großkundgebung des Aktionsbündnisses "Wir

Mehr
Bundesregierung zweifelt offenbar an Rechtmäßigkeit von Negativzinsen

Die Bundesregierung zweifelt offenbar an der Rechtmäßigkeit sogenannter Negativzinsen. Das berichtete die "Passauer Neue Presse" am Samstag unter Berufung auf eine von

Mehr

Top Meldungen

Handwerkspräsident Wollseifer setzt gegen Fachkräftemangel auf Zuzug aus Vietnam

Angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland setzt Handwerkspräsident Hans-Peter Wollseifer auf Zuzug aus dem Ausland. Insbesondere "Vietnamesen könnten einen Beitrag leisten,

Mehr
Bauernverband gegen Klima-Steuern auf Fleisch und Milch

Berlin - Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied lehnt höhere Steuern und Abgaben für den Klima- oder Tierschutz auf Fleisch und andere tierische Lebensmittel ab. "Das würde

Mehr
Bei der Lufthansa drohen längere Streiks der Flugbegleiter

Bei der Lufthansa und ihren Tochter-Airlines drohen neue und diesmal längere Streiks. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO will am kommenden Mittwoch neue Arbeitskampfmaßnahmen im

Mehr